24 March 2026, 16:29

23-Jähriger muss sich wegen bewaffneten Drogenhandels in Halle verantworten

Plakat mit der Aufschrift "Verbrecher der mexikanischen Drogengewalt" mit Bildern verschiedener Personen und fetter schwarzer Schrift auf einem hellblauen Hintergrund.

23-Jähriger muss sich wegen bewaffneten Drogenhandels in Halle verantworten

Vor dem Landgericht Halle hat sich ein 23-jähriger Mann wegen schwerer Drogendelikte zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm bewaffneten Drogenhandel, bandenmäßigen Großhandel sowie falsche Angaben gegenüber den Behörden vor. Im Mittelpunkt steht ein Familiennezwerk, das mit dem Verkauf von Kokain, Cannabis und Amphetamin in Verbindung gebracht wird.

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe, doch die Ermittler entdeckten in der Wohnung und im Keller seiner Mutter Waffen sowie große Mengen an Rauschgift. Der Prozess konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen August und November 2024. In dieser Phase soll der Beschuldigte Cannabis, Kokain und Amphetamin an mehrere Käufer verkauft haben. Die Polizei schätzt seine Einnahmen aus diesen Geschäften auf etwa 4.700 Euro.

Bei einer Durchsuchung des Zimmers des Angeklagten in der Wohnung seiner Mutter fanden die Beamten 630 Gramm Kokain, 1,83 Kilogramm Amphetamin und 77 Gramm Haschisch. Im Keller stießen die Ermittler auf weitere 2 Kilogramm Haschisch, 2,3 Kilogramm flüssige Amphetamin-Basis sowie 4,15 Kilogramm verdünnte Schwefelsäure. Zudem wurde ein Klappmesser im Keller sichergestellt, während in seinem Zimmer zwei weitere Messer, ein Schwert und eine ungeladene CO₂-Pistole beschlagnahmt wurden.

Der Fall steht im Zusammenhang mit den Ermittlungen im sogenannten Linzer Kokain-Familienklan. Akten zufolge besorgte der Angeklagte die Drogen und belieferte damit Straßenhändler. Sein Vater soll Dealer transportiert und Geld eingesammelt haben, während seine Mutter einen Afrika-Laden als Tarnung für die Organisation des Handels nutzte. Die Familie soll durch die Machenschaften rund 80.000 Euro in bar eingenommen haben.

Während seiner Haftprüfung behauptete der Angeklagte zunächst, die Drogen gehörten einer anderen Person. Die Staatsanwaltschaft hält diese Aussage für falsch und zweifelt seine Glaubwürdigkeit an. Als Belege für seine Verstrickung führen die Ermittler die großen Drogenmengen und die gefundenen Waffen an.

Die Anklagepunkte umfassen bewaffneten Drogenhandel, bewaffneten Cannabishandel, gewerbsmäßigen Drogenhandel sowie Meineid. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft. Ein konkreter Vorwurf lautet, mindestens ein Kilogramm Cannabis an einen Händler geliefert zu haben, der die Ware weiterverkaufte.

Das Gericht muss nun klären, welche Rolle der Angeklagte in dem Drogenring spielte. Die Staatsanwaltschaft hat belastendes Material vorgelegt, darunter Drogen, Waffen und Finanzunterlagen. Eine Verurteilung hätte aufgrund der strengen deutschen Betäubungsmittelgesetze eine lange Haftstrafe zur Folge. Der Fall wirft zudem ein Licht auf das mutmaßlich weitverzweigte Familiennezwerk hinter dem Handel.

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