49-Euro-Ticket: Erfolg mit Stagnation – was kommt nach dem Preisanstieg?
Heidelore Binner49-Euro-Ticket: Erfolg mit Stagnation – was kommt nach dem Preisanstieg?
Deutschlands 49-Euro-Monatsticket startete am 1. Mai 2023 und ermöglicht seither unbegrenzte Fahrten im Regional- und Nahverkehr. Bislang haben etwa 14,5 Millionen Menschen das Angebot abonniert. Laut Greenpeace wurden dadurch im ersten Jahr mindestens 500 Millionen Liter Sprit eingespart.
Das Ticket sollte den Öffentlichen Verkehr erschwinglicher machen und die Autonutzung verringern. Zum Jahresbeginn stieg der Preis auf 63 Euro pro Monat, mit weiteren jährlichen Anpassungen ab 2027, die sich an einem inflationsgebundenen Index orientieren.
Trotz des anfänglichen Erfolgs stagniert die Zahl der Abonnements seit einigen Monaten, wie der Verband für Verkehrs- und Eisenbahnnachrichten (EVN) berichtet. Experten schätzen, dass bis zu 5,8 Millionen weitere Menschen das Angebot noch nutzen könnten.
Um das Projekt zu stützen, haben Bund und Länder vereinbart, die Einnahmeausfälle der Verkehrsbetriebe auszugleichen. Beide werden bis 2030 jährlich 1,5 Milliarden Euro beisteuern. Gleichzeitig führt die Bundesregierung vom 1. Mai bis 30. Juni 2024 erneut eine temporäre Spritpreissubvention ein.
Das Monatsticket bleibt ein zentraler Baustein der deutschen Bemühungen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs zu fördern. Da die Finanzierung bis 2030 gesichert ist, wird das Angebot fortgeführt – seine weitere Verbreitung hängt jedoch von Preisgestaltung und Nachfrage ab. Auch die anstehende Spritpreissubvention könnte die Reiseentscheidungen kurzfristig beeinflussen.






