ADFC Halle kritisiert Bodenschwellen in Kleiner Ulrichstraße als fahrradfeindlich und barrierebehindert
Friederike RuppersbergerADFC Halle kritisiert Bodenschwellen in Kleiner Ulrichstraße als fahrradfeindlich und barrierebehindert
Der ADFC Halle hat die neu installierten Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße scharf kritisiert. Die Initiative argumentiert, dass die Hindernisse im Widerspruch zur städtischen Fahrradstrategie stehen. Zudem werden Zugangsprobleme für Fußgänger:innen und Rollstuhlfahrer:innen bemängelt.
Die Kleine Ulrichstraße ist im offiziellen Radverkehrsnetz der Stadt als wichtige Nord-Süd-Route für Radfahrer:innen ausgewiesen. Die kürzlich eingebauten Schwellen unterbrechen diese Verbindung und erschweren besonders Fahrradfahrenden mit Lastenrädern oder Anhängern mit Kindersitzen die Passage. Der ADFC weist darauf hin, dass die Schwellen zudem auf die Gehwege ragen und so die barrierefreie Bewegungsfreiheit einschränken.
Grundsätzlich lehnt der Verband physische Verkehrshindernisse wie Bodenschwellen ab. Stattdessen plädiert er für eine verstärkte Polizeipräsenz, um den Verkehr zu regulieren. Der ADFC fordert verbindliche Absprachen mit der Polizei, um die Einhaltung der Verkehrsregeln in dem Bereich zu überwachen.
Zwar unterstützt die Organisation das langfristige Ziel der Stadt, Raser:innen und illegale Straßenrennen einzudämmen, und begrüßt Pläne für versenkbare Poller, um den motorisierten Verkehr zu steuern. Dennoch verlangt sie sofortige Anpassungen der Bodenschwellen, um sie fahrradfreundlicher zu gestalten.
Die aktuellen Schwellen behindern sowohl Radfahrer:innen als auch Fußgänger:innen. Der ADFC besteht auf Änderungen, die mit den städtischen Zielen für Radverkehr und Barrierefreiheit im Einklang stehen. Zudem spricht sich der Verband für eine polizeiliche Verkehrsüberwachung als nachhaltigere Lösung aus.






