"Ambient Noise" enthüllt die unsichtbare Welt der dpa-Redaktion
Friederike Ruppersberger"Ambient Noise" enthüllt die unsichtbare Welt der dpa-Redaktion
Dokumentarfilm Ambient Noise – Ein Blick hinter die Kulissen der dpa
Der 2016 veröffentlichte Dokumentarfilm Ambient Noise gewährt seltene Einblicke in die Berliner Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Friedrich Rackwitz verbindet der Film dokumentarische Aufnahmen mit biografischen Elementen. Leise und unaufdringlich untersucht er die verborgenen Kosten journalistischer Arbeit in einer sich rasant wandelnden Branche.
Der 83-minütige Streifen entstand vollständig in Deutschland und wurde von der Meku Film GmbH in Koproduktion mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) produziert. Mit einer FSK-Freigabe ohne Altersbeschränkung ist er für alle Zuschauer zugänglich. Zudem erhielt der Film eine Nominierung im Deutschen Wettbewerb des DOK.fest München 2016.
Ambient Noise zeichnet die Entwicklung der dpa-Redaktion über Jahrzehnte nach. In den 1970er-Jahren arbeiteten Journalisten noch mit papierbasierten Systemen und manuellen Abläufen. 1979 lösten digitale Nachrichten die physische Nachrichtenverarbeitung ab, und 1988 stützte sich die Agentur vollständig auf ihr globales Korrespondentennetz. Heute integriert die Redaktion KI, Online-Plattformen und Multimedia – eine Kombination aus Text, Audio, Grafiken und Bildern – in die tägliche Berichterstattung.
Statt mit großen Aussagen zu glänzen, taucht der Film die Zuschauer in den Rhythmus der Redaktion ein. Er lässt die Umgebung für sich sprechen und stellt dabei eine unausgesprochene Frage: Was fordert diese unermüdliche Arbeit von denen, die sie verrichten?
Ambient Noise bleibt eine Momentaufnahme des Journalismus im Wandel – ein Porträt der Technologie und der menschlichen Leistung hinter den Nachrichten. Die Veröffentlichung und Anerkennung beim DOK.fest München unterstreichen seine Bedeutung als Dokumentation einer Branche, in der Veränderung zur Konstante geworden ist. Die ungeschönte Darstellung der dpa-Redaktion schafft ein bleibendes Zeugnis davon, wie Informationen gesammelt und geformt werden.






