10 June 2026, 00:51

Bahnprojekt Mitteldeutschland: Baubeginn erst 2028 – Fertigstellung verzögert sich bis 2032

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Bahnprojekt Mitteldeutschland: Baubeginn erst 2028 – Fertigstellung verzögert sich bis 2032

Pläne für die Mitteldeutschland-Anbindung der Bahn erleiden massive Verzögerung

Der Baubeginn für die geplante Schienenverbindung in Mitteldeutschland, der ursprünglich noch in diesem Jahr starten sollte, wird nun frühestens 2028 erfolgen. Auch die Fertigstellung des gesamten Projekts verschiebt sich um zwei Jahre – von 2030 auf 2032.

Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Vorhaben zur Verfügung stehen. Dies geschieht trotz früherer Zusagen, die Bahnverbindungen zwischen Sachsen und Westdeutschland über Thüringen zu verbessern. Die Strecke soll schnellere Fernverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen.

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Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen kritisierte die Verzögerung scharf. Während in Westdeutschland Milliarden in Großprojekte fließen, müssten ostdeutsche Regionen mit Kürzungen leben, hieß es. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem seien teilweise zweigleisige Ausbauten nötig, um Kapazität und Geschwindigkeit zu erhöhen.

Die BSW stuft die Mitteldeutschland-Verbindung als eine der wichtigsten Bahnachsen Thüringens ein. Sie fordert nun höhere Bundesmittel, um die Elektrifizierung und den Ausbau der Strecke zu beschleunigen.

Mit dem verschobenen Baubeginn auf 2028 und der Fertigstellung erst 2032 hat sich der Zeitplan des Projekts deutlich verändert. Die BSW drängt weiterhin auf schnellere Fortschritte und verweist auf die Bedeutung der Verbindung für die regionale Anbindung. Ohne zusätzliche Finanzmittel sind jedoch weitere Rückschläge wahrscheinlich.

Quelle