Bergische Kommunen bündeln Kräfte für bessere Seniorenpolitik und mehr Lebensqualität im Alter
Falk HornigBergische Kommunen bündeln Kräfte für bessere Seniorenpolitik und mehr Lebensqualität im Alter
Vertreter aus fünf Kommunen der Bergischen Region trafen sich, um über Herausforderungen und Lösungsansätze in der Seniorenpolitik zu diskutieren. Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen stellten aktuelle lokale Initiativen vor. Viele der Themen – von Barrierefreiheit bis hin zu Unterstützungsnetzwerken – erwiesen sich dabei als auffällig ähnlich in den verschiedenen Städten.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Anliegen älterer Bürgerinnen und Bürger. Besonders dringlich sind barrierefreie öffentliche Räume sowie flexible Zahlungsmöglichkeiten – sowohl digital als auch klassisch. Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, Senioren länger ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu wurden Forderungen nach einem Ausbau von Beratungsangeboten und lokalen Hilfsnetzwerken laut.
Eine zentrale Rolle nahmen die Seniorenbeiräte ein. Die Teilnehmer betonten deren Bedeutung als Bindeglied zwischen Kommunalpolitik und älteren Menschen, um deren Anliegen in Entscheidungsprozessen Gehör zu verschaffen. Radevormwald führt derzeit eine Umfrage mit rund 3.000 Senioren durch, um detaillierte Erkenntnisse über deren Bedürfnisse zu gewinnen.
Ein Ausblick auf kommende Veranstaltungen: Der nächste Bergische Seniorentag findet im April 2028 in Wuppertal statt und steht unter dem Motto "Prävention". Die Organisation übernimmt Jürgen Axel Seeh. Das nächste reguläre Treffen der Runde ist für den 21. Mai 2026 geplant.
Als mögliches Vorbild wurde ein Projekt aus Baden-Württemberg vorgestellt: Die Initiative Stark im Land – Generationen verbinden des Landesseniorenrats BW umfasst generationenübergreifende Veranstaltungen, eine Wissensplattform für bewährte Praktiken sowie von Senioren geleitete Mitmachkurse. An vier Pilotstandorten wird der Ansatz erprobt; Evaluierungen sollen die langfristige Wirkung untersuchen. Bewerbungen für den Generationenpreis des Projekts sind noch bis zum 30. Juni 2026 möglich.
Die Bergische Runde bleibt eine wichtige Koordinationsstelle für die Seniorenpolitik in der Region. Die Kommunen werden die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um lokale Strategien weiterzuentwickeln – von der Verbesserung der Barrierefreiheit bis zum Ausbau von Beratungsangeboten. Als nächste Schritte stehen die Finalisierung der Pläne für den Seniorentag 2028 sowie die Auswertung der Radevormwalder Umfrage an.






