28 June 2026, 02:25

Berliner Schulen im Zwiespalt: Soll die AfD bei Schülerdebatten reden dürfen?

Schulveranstaltungen zu Wahlen

Berliner Schulen im Zwiespalt: Soll die AfD bei Schülerdebatten reden dürfen?

In Berlin entzündet sich eine Debatte darüber, ob Schulen rechtspopulistischen Politikern den Zugang zu Schülerveranstaltungen gewähren sollten. Die AfD, die als extremistisch eingestuft wird, ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten. Kritiker warnen, dass ihr Auftreten in Schulen bildungspolitische Werte und demokratische Grundsätze untergraben könnte.

Aktuell hält die AfD den zweitgrößten Sitzanteil im Berliner Landesparlament und liegt in Umfragen bei 18 Prozent. Ihre Rhetorik richtet sich häufig gegen Migranten, queere Menschen sowie Frauen, die nicht ihrem Weltbild entsprechen. Zudem nutzt die Partei Plattformen wie TikTok, um gezielt junge Zielgruppen anzusprechen.

An der TIEM-Oberschule in Spandau protestierten Schüler gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung fand dennoch statt, allerdings mit eingeschränkter Fragerunde. Gegner der Einladung argumentieren, dass die Präsenz der Partei gegen die politische Neutralitätspflicht verstoße und die demokratische Ordnung Deutschlands schwäche.

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Grundsätzlich dürfen Schulen Politiker ausschließen, wenn deren Auftreten dem Bildungsauftrag schadet. Doch einige warnen, dass ein Verbot der AfD die Partei für Schüler erst recht attraktiv machen könnte. Befürworter eines Ausschlusses betonen hingegen, dass damit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werde.

Die Frage, ob die AfD an Schulveranstaltungen teilnehmen darf, bleibt umstritten. Schulen stehen vor der Herausforderung, die Meinungsfreiheit mit dem Schutz demokratischer Werte in Einklang zu bringen. Wie sie sich entscheiden, könnte prägen, wie junge Menschen extremistische Politik wahrnehmen.

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