13 March 2026, 17:00

Berliner Staatsoper feiert Jubiläum mit Thielemann und Chalamet-Debatte

Ein großer Saal voller Musikinstrumente, Stühle und Ständer mit Papieren, mit stehenden und sitzenden Menschen und einer mit Lichtern beleuchteten Decke, die den Hauptsaal der Berliner Philharmonie zeigt.

Was die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper feiert Jubiläum mit Thielemann und Chalamet-Debatte

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ein ehrgeiziges Programm für die kommende Spielzeit vorgestellt. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Thielemann wird das Haus sechs Neuproduktionen auf die Bühne bringen und ein bedeutendes Jubiläum begehen. Die Ankündigung erfolgt nach weltweiten Diskussionen, die durch jüngste Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über die Oper ausgelöst wurden.

Die Spielzeit 2026/27 eröffnet mit selten aufgeführten Werken, darunter Engelbert Humperdincks Königskinder in einer Inszenierung von Thielemann selbst. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte die emotionale Kraft der Oper und bezeichnete sie als eine Kunstform, die das Publikum tief berühren und in ihren Bann ziehen könne. Auf dem Spielplan stehen außerdem Giacomo Puccinis Manon Lescaut sowie Gaspare Spontinis La Vestale – eine Mischung aus dramatischen und weniger bekannten Stücken.

Im November 2026 kehren die Barocktage mit Francesco Cavallis La Calisto zurück, einem Höhepunkt des historischen Programms des Hauses. Das Festival des folgenden Jahres widmet sich dem 200. Todestag Ludwig van Beethovens mit einer Aufführung seiner Neunten Sinfonie. Über Berlin hinaus plant die Staatsoper internationale Gastspiele, darunter eine Vorstellung in Shanghai sowie weitere Auftritte in Japan und Taiwan.

Thielemann richtete eine persönliche Einladung an Chalamet und lud ihn ein, eine Aufführung des Tristan zu besuchen. Sobotka begrüßte das Engagement des Schauspielers und verwies darauf, dass seine Aussagen Reaktionen von mindestens zehn großen Opernhäusern weltweit ausgelöst hätten. Besonders die Wiener Staatsoper und das Royal Opera House London fielen mit kreativen Videoeinladungen an Chalamet auf – ein Zeichen für die aktuelle Debatte über die gesellschaftliche Relevanz der Oper.

Die neue Spielzeit der Staatsoper verbindet Tradition mit Innovation – von selten gespielten Opern bis hin zu internationalen Tourneen. Chalamets Interesse hat der Kunstform neue Aufmerksamkeit beschert, während das Programm sowohl erfahrene Opernliebhaber als auch neue Zuschauer ansprechen soll. Die Vorstellungen beginnen im Herbst 2026; weitere Details werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

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