Bundeswehr setzt auf Rheinmetalls "Raider"-Drohnen für Milliardenauftrag
Friederike RuppersbergerBundeswehr setzt auf Rheinmetalls "Raider"-Drohnen für Milliardenauftrag
Das deutsche Verteidigungsministerium treibt die Pläne zum Ausbau seiner Kapazitäten für "Loitering Munitions" weiter voran. Ein neuer Antrag über 25 Millionen Euro wurde dem Haushaltsausschuss des Bundestags für die "Raider"-Drohnen des Rüstungskonzerns Rheinmetall vorgelegt. Bei Genehmigung würde dies zu bestehenden Verträgen mit zwei weiteren deutschen Herstellern hinzukommen.
Das Ministerium strebt den Abschluss eines Rahmenvertrags mit Rheinmetall im Wert von 2,387 Milliarden Euro an. Der erste Auftrag im Rahmen dieser Vereinbarung hat ein Volumen von knapp 300 Millionen Euro. Rheinmetall soll Bodienstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren liefern sowie die erste Phase der Operatorenausbildung durchführen.
Die "Raider"-Drohnen sind als Kamikaze-Loitering-Munition konzipiert und sollen Ziele präzise bekämpfen. Sie werden die Systeme der Unternehmen Helsing und Stark Defence ergänzen, die im Februar 2026 in einem 540-Millionen-Euro-Deal beschafft wurden. Die optischen Sensoren der "Raider" sollen die bestehenden Fähigkeiten der Bundeswehr verbessern, insbesondere für die in Litauen stationierte Brigade.
Allerdings muss Rheinmetall bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen.
Der Finanzierungsantrag markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands Bestrebungen, seine drohnenbasierten Verteidigungssysteme zu stärken. Falls der Bundestag den 25-Millionen-Euro-Vorschlag bewilligt, könnten Rheinmetalls "Raider"-Drohnen bis Ende des Jahrzehnts in das Arsenal der Bundeswehr aufgenommen werden. Der Gesamtwert des Rahmenvertrags könnte – abhängig von Leistung und Lieferzeiten – bis zu 2,387 Milliarden Euro erreichen.






