Cyberangriffe auf vernetzte Autos: Warum Elektrofahrzeuge besonders gefährdet sind
Friederike RuppersbergerCyberangriffe auf vernetzte Autos: Warum Elektrofahrzeuge besonders gefährdet sind
Vernetzte Autos sehen sich einer wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminelle ausgesetzt – trotz gestärkter Sicherheitsvorschriften. Zwar haben Fortschritte bei der Verkehrssicherheit das Unfallrisiko verringert, doch finden Hacker immer neue Wege, um Schwachstellen in der Software auszunutzen. Ein aktueller Bericht warnt, dass insbesondere Elektrofahrzeuge anfällig für solche Angriffe sind.
Die Sicherheit vernetzter Autos hat zwar durch strengere Standards und bessere Regulierungen Fortschritte gemacht. Funktionen wie Fahrerassistenzsysteme tragen dazu bei, die Straßen sicherer zu machen, indem sie Unfälle reduzieren. Doch während die Abwehrmechanismen verbessert werden, steigen gleichzeitig die Cyberrisiken.
Experten warnen, dass Angreifer Software-Schnittstellen ins Visier nehmen könnten, um in die IT-Systeme von Fahrzeugen einzudringen. Schwache Authentifizierungsverfahren in einigen Programmierschnittstellen (APIs) haben es in der Vergangenheit ermöglicht, mit bloßer Angabe der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) Zugriff zu erlangen. In einem denkbaren Szenario könnten Hacker etwa die Heizung tausender Elektroautos aus der Ferne auf maximale Leistung schalten – und so die Batterien komplett entladen.
Die Branche hat bereits Vorfälle erlebt, bei denen Produktionsstraßen lahmgelegt wurden, wie etwa bei Jaguar Land Rover. Bestätigte Fälle, in denen direkt in Elektrofahrzeuge eingedrungen wurde, gab es in den letzten drei Jahren jedoch nicht. Stattdessen betrafen die meisten Sicherheitslücken Zulieferer oder deckten grundlegendere Schwachstellen auf.
Um diese Risiken einzudämmen, arbeiten Sicherheitsteams branchenübergreifend zusammen. Ihr Ziel ist es, verbleibende Lücken zu schließen und Fahrzeuge vor großflächigen Cyberangriffen zu schützen.
Trotz verschärfter Sicherheitsmaßnahmen bleiben Elektroautos anfällig für Fernangriffe. Die Hersteller verstärken zwar weiterhin ihre Abwehr, doch bestehen weiterhin Schwachstellen in APIs und Software-Schnittstellen. Die branchenweite Zusammenarbeit soll künftige Störungen verhindern und die Sicherheit der Fahrer gewährleisten.






