Daiichi Sankyo setzt auf Pfaffenhofen: Eine Milliarde Euro für Forschung und Produktion
Friederike RuppersbergerDaiichi Sankyo setzt auf Pfaffenhofen: Eine Milliarde Euro für Forschung und Produktion
Daiichi Sankyo investiert rund eine Milliarde Euro in Standortausbau in Pfaffenhofen
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo wird etwa eine Milliarde Euro in die Erweiterung seines Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen, Bayern, investieren. Dies geschieht zu einer Zeit, in der andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren. Trotz Kritik an der Gesundheitspolitik der Bundesregierung bleibt das Unternehmen seinem Engagement treu.
Das Werk in Pfaffenhofen ist der größte Standort von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Die geplante Erweiterung zählt zu den größten Investitionen in der Unternehmensgeschichte.
Benoît Creveau, der Deutschland-Chef des Konzerns, bezeichnete den Entwurf der Krankenkassenreform als „enttäuschend“. Dennoch betonte er, dass ein Stopp der Ausbaupläne keine Option sei. Creveau unterstrich zudem, dass Deutschland für die Pharmabranche weiterhin ein zentraler Markt bleibe.
Zu den Gründen für die Wahl Pfaffhofens zählen unter anderem starke Forschungspartnerschaften, der Zugang zu Fachkräften und zuverlässige Zulieferer. Daiichi Sankyo ist mit einem Jahresumsatz von rund 11,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Arzneimittelhersteller Japans.
Die Entscheidung des Unternehmens steht im Kontrast zum Trend der Investitionsrückgänge in Deutschland. Die Erweiterung wird die Präsenz von Daiichi Sankyo in Europa stärken und festigt zugleich die Rolle Pfaffhofens als wichtigen Knotenpunkt für die globalen Aktivitäten des Konzerns.
