Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – nur noch 0,6 Prozent für 2023
Heidelore BinnerDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch – nur noch 0,6 Prozent für 2023
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre drastisch nach unten korrigiert. Die aktuellen Vorhersagen zeichnen ein deutlich schwächeres Bild als bisher erwartet. Steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen zwingen zu einer grundlegenden Neubewertung.
Noch in ihrer vorherigen Einschätzung waren die Institute von einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2027 ausgegangen. Nun rechnen sie für 2023 nur noch mit einem Plus von 0,6 Prozent. Die deutliche Abwärtskorrektur steht im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran, der die globalen Märkte durcheinanderbringt und die Öl- und Gaspreise in die Höhe treibt.
In den vergangenen fünf Jahren hatten dieselben Institute die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wiederholt zu optimistisch eingeschätzt. Die Prognosen für die Jahre 2021 bis 2025 wichen jährlich um 0,5 bis 1,2 Prozentpunkte von der Realität ab. Krisen wie hohe Inflation, Energiemangel und geopolitische Instabilität führten zu diesen Fehleinschätzungen.
Diesmal zeigen sich die Institute vorsichtiger. Für 2026 wird das Wachstum nun auf nur noch 0,3 bis 0,8 Prozent taxiert. Bis 2027 erwarten sie eine leichte Erholung auf etwa 1 Prozent. Die Anpassung deutet auf einen Abschied von der früheren Überoptimismus hin.
Die überarbeiteten Zahlen spiegeln eine düstere wirtschaftliche Perspektive für Deutschland wider. Höhere Energiekosten und anhaltende Konflikte belasten die Aussichten erheblich. Die Institute sagen für die kommenden Jahre nur noch ein bescheidenes Wachstum voraus.






