11 May 2026, 00:33

Deutschland drängt auf Tomahawk-Kauf – Europas militärische Lücke soll geschlossen werden

Plakat mit einem Soldaten in einem Helm und einer Militäruniform, der eine Waffe hält, mit der Aufschrift "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Deutschland drängt auf Tomahawk-Kauf – Europas militärische Lücke soll geschlossen werden

Deutschland treibt die Pläne zum Kauf von Langstrecken-Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk aus den USA weiter voran. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Europa derzeit über keine bodengestützten Systeme verfügt, die in der Lage sind, weit entfernte Ziele anzugreifen. Die Eile Berlins spiegelt wachsende Bedenken über mögliche Kürzungen des militärischen Engagements der USA auf dem Kontinent wider.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius wird in Kürze nach Washington reisen, um das geplante Abkommen zu erörtern. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Deutschland beabsichtigt, drei Typhon-Startsysteme sowie 400 Tomahawk-Marschflugkörper der Version Block VB zu erwerben. Beamte sind sogar bereit, einen Aufpreis zu zahlen, um die Lieferung zu beschleunigen.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums bestätigte, dass der Kauf verfügbarer Raketensysteme weiterhin geprüft werde. Carlo Masala, Professor für internationale Politik, zweifelt jedoch daran, dass der Plan gelingen wird. Berlin hofft dennoch, die Trump-Administration von der Genehmigung des Verkaufs überzeugen zu können.

Großbritannien setzt bereits U-Boot-gestützte Tomahawks mit einer Reichweite von 1.600 Kilometern ein. Frankreich verfügt unterdessen über einen eigenen Marschflugkörper mit 1.000 Kilometern Reichweite, der auf U-Booten stationiert ist. Deutschlands Bestrebungen, bodengestützte Systeme anzuschaffen, würden eine entscheidende Lücke in Europas Fähigkeiten zu Langstreckenangriffen schließen.

Sollte das Abkommen genehmigt werden, wäre dies ein bedeutender Schritt zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Die Anschaffung würde zudem die Abhängigkeit von den in der Region stationierten US-Streitkräften verringern. Vorerst führt Berlin die Verhandlungen fort, bereitet sich jedoch auf mögliche Verzögerungen oder Rückschläge vor.

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