12 June 2026, 16:21

Deutschlands Wirtschaft hängt am Tropf der Straße von Hormus – IWH-Prognosen zeigen extreme Szenarien

IWH: Wirtschaftswachstum nur mit Öffnung des Hormus-Stroms möglich

Deutschlands Wirtschaft hängt am Tropf der Straße von Hormus – IWH-Prognosen zeigen extreme Szenarien

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat in seinen Prognosen unterschiedliche wirtschaftliche Aussichten für Deutschland skizziert – abhängig von der Lage in der Straße von Hormus. Eine Wiedereröffnung noch in diesem Sommer könnte der Wirtschaft einen Aufschwung ermöglichen, während eine anhaltende Sperrung zu Stagnation führen würde. Die Einschätzungen des Instituts hängen maßgeblich von den globalen Handels- und Energiebedingungen ab.

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Noch im März hatten die IWH-Ökonomen ein moderates Wachstum von 0,7 Prozent für 2026 und 1 Prozent für 2027 prognostiziert. In ihrer aktualisierten Vorhersage knüpfen sie diese Zahlen nun an die Entwicklung der Spannungen im Golf. Sollte die Straße von Hormus wieder geöffnet werden und sich die Energiepreise stabilisieren, könnte die Industrieproduktion 2026 und 2027 jeweils um 0,9 Prozent steigen. Ähnliche Wachstumsraten werden für Ostdeutschland erwartet.

Bleibt die Meerenge hingegen geschlossen, würden die Ölpreise weiter anziehen, was höhere Inflation und Zinsen nach sich zöge. Unter diesen Bedingungen müssten deutsche Exporte voraussichtlich zurückgehen. Im schlimmsten Fall würde die Wirtschaftsleistung 2026 bestenfalls stagnieren.

Die jüngste Analyse des IWH unterstreicht die zentrale Bedeutung der Straße von Hormus für die deutschen Wirtschaftsperspektiven. Eine Öffnung könnte die Erholung stützen, während eine anhaltende Blockade das Wachstum bremsen und die Kosten in die Höhe treiben würde. Die früheren Prognosen des Instituts sind nun eng mit diesen geopolitischen und energiewirtschaftlichen Faktoren verknüpft.

Quelle