25 June 2026, 12:23

Europachaussee: Stadt plant verkürzte Verlängerung ohne Umgehungsstraße für Radewell

Umfahrung für Radewell vom Tisch: Stadt Halle plant nun nur noch eine verkleinerte Version der Erweiterung der Europäischen Fernstraße

Europachaussee: Stadt plant verkürzte Verlängerung ohne Umgehungsstraße für Radewell

Die Stadt hat einen deutlich reduzierten Plan für die Verlängerung der Europachaussee vorgestellt. Das Projekt sieht nun weder eine vollständige Umgehungsstraße für Radewell noch neue Bahnquerungen vor. Stattdessen sollen kleinere Ausbaumaßnahmen an bestehenden Straßen die Alfred-Reinhardt-Straße mit der Äußeren Radeweller Straße verbinden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Noch 2019 hatte der Stadtrat eine Umgehungsstraße für Radewell versprochen, um den Verkehr zu entlasten. Der neue Entwurf verzichtet jedoch darauf und belässt die Regensburger Straße als einzige Querungsmöglichkeit über die Hauptbahnstrecke. Auf dieser stark frequentierten Route werden weiterhin 8.000 bis 10.000 Fahrzeuge täglich unterwegs sein.

Die Verlängerung wird das belastete Gelände der ehemaligen Orgacid-Fabrik umgehen. Zudem sind weniger private Grundstücke und Kleingärten betroffen. Fußgänger und Radfahrer profitieren von einer durchgängig sicheren und regelkonformen Verbindung, wobei der bestehende Radweg über die Bahnstrecke via Hohener Straße erhalten bleibt.

Die Verwaltung konnte die wirtschaftlichen Auswirkungen des Projekts nicht abschätzen und verwies auf externe Einflussfaktoren. Eine europaweite Ausschreibung für Planungsleistungen soll Anfang 2027 starten. Die detaillierte Planung und der Baubeginn werden sich daran anschließen.

Die verbesserte Anbindung kommt vor allem dem Gewerbegebiet Ammendorf zugute. Ungenutzte Flächen entlang der Eisenbahnstraße werden jedoch keinen direkten Nutzen daraus ziehen. Anwohner zeigten sich enttäuscht über den Verzicht auf eine Umgehungsstraße oder zusätzliche Bahnquerungen.

Im Fokus stehen nun kleinere Infrastrukturverbesserungen statt großer Ausbauvorhaben. Der bestehende Tunnel unter der Regensburger Straße bleibt die einzige Bahnquerung. Zeitpläne für die Bauarbeiten und weitere Details hängen vom anstehenden Vergabeverfahren ab.

Quelle