Gary Lineker verlässt BBC für Netflix-WM-Show und kritisiert Sparpläne
Gary Lineker wird während der Fußball-Weltmeisterschaft eine tägliche Show auf Netflix moderieren – ein deutlicher Bruch mit seiner gewohnten Rolle beim britischen Sender BBC. Der ehemalige englische Nationalstürmer übt zudem Kritik an den Sparmaßnahmen des Senders für die Berichterstattung zum Turnier. Sein neuer Podcast, den Netflix für umgerechnet 16,5 Millionen Euro erworben hat, wird Gäste wie Alex Aljoe und Rob Jones zu bieten haben.
Linekers Netflix-Serie The Rest is Football wird während der gesamten WM täglich ausgestrahlt. Er wird die Sendung aus New York präsentieren – an seiner Seite Alan Shearer und Micah Richards. Ursprünglich hätte er für die BBC aus Salford moderieren sollen, doch der Sender hat seine Pläne geändert. Um Kosten zu sparen, bleiben die Experten nun bis zum Viertelfinale in Großbritannien, statt vor Ort zu sein.
Die BBC wird ihre WM-Berichterstattung nicht wie sonst üblich aus den USA, sondern aus Greater Manchester steuern. Lineker äußerte sich öffentlich kritisch dazu und nannte die Idee, aus einem "grünen Studio in Salford" zu senden, enttäuschend. Sein Ausscheiden bei der BBC im Mai des vergangenen Jahres folgte auf eine Kontroverse um einen Instagram-Post zum Thema Zionismus, in dessen Folge er ohne Abfindung von seinem 1,6-Millionen-Euro-Jahresgehalt ging.
Abseits seiner TV-Arbeit äußerte sich Lineker auch zu José Mourinhos Zukunft. Der portugiesische Trainer könnte demnach zum spanischen Rekordmeister Real Madrid zurückkehren, wo der Druck auf den aktuellen Cheftrainer Álvaro Arbeloa nach einer titellosen Saison wächst. Lineker gab zudem zu, dass er trotz früherer Freundschaft seit über einem Jahrzehnt nicht mehr mit Mourinho gesprochen habe.
Linekers Wechsel zu Netflix markiert eine neue Phase in seiner Karriere – weg vom klassischen Fernsehen. Die reduzierte WM-Präsenz der BBC spiegelt die allgemeinen Sparbemühungen des Senders wider, während seine Äußerungen zu Mourinho die Spekulationen über die nächsten Schritte bei Real Madrid anheizen. Zum ersten Mal wird er während eines großen Turniers nicht für die BBC, sondern für einen Streamingdienst im Rampenlicht stehen.






