Gorleben bleibt Atommüll-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken
Friederike RuppersbergerGorleben bleibt Atommüll-Zwischenlager für weitere 20 Jahre – trotz Sicherheitsbedenken
Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb
Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll in Gorleben wird weitere 20 Jahre betrieben. Die Entscheidung verlängert die bestehende Genehmigung, die ursprünglich 2034 auslaufen sollte. Derzeit lagern dort 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall.
Die Anlage wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet. Ihre Wände und Decken sind dünner als die modernerer Zwischenlager. Der Atommüll traf in 13 Transporten zwischen 1995 und 2011 ein – jeder dieser Transporte löste massive Proteste aus.
Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitsaspekten. Regelmäßige Kontrollen durch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) werden fortgesetzt. Unterdessen ist die Suche nach einem Endlager noch nicht abgeschlossen; die gesetzliche Frist von 2031 wurde bereits verfehlt.
Umweltverbände kritisieren die Verlängerung scharf. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) stellt die langfristige Standfestigkeit der Anlage infrage.
Mit der Genehmigungsverlängerung bleibt Gorleben nun mindestens bis 2054 in Betrieb. Die Anlage wird weiterhin Atommüll lagern, während Deutschland nach einer dauerhaften Lösung sucht. Die Aufsicht wird sicherstellen, dass während dieser Zeit alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.
