30 June 2026, 00:20

Grüne fordern neues Klimaschutzprogramm nach Rekordhitze und kritisieren Minister Schneider

Nach Hitzerekorden: Grüne fordern neues Klimaschutzprogramm

Grüne fordern neues Klimaschutzprogramm nach Rekordhitze und kritisieren Minister Schneider

Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, nach der rekordverdächtigen Hitzewelle ein neues Klimaschutzprogramm vorzulegen. Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Partei, kritisierte die aktuellen Pläne als unzureichend. Sie forderte Umweltminister Carsten Schneider auf, seine Strategie zu überarbeiten, um den Herausforderungen steigender Temperaturen gerecht zu werden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dts betonte Badum, Schneider müsse seine Politik an die Realität anpassen. Zwar begrüßte sie, dass der Minister die wirtschaftlichen Risiken durch Extremhitze anerkenne, doch verwies sie darauf, dass die aktuelle Hitzewelle aufgrund der Klimakrise vier Grad intensiver ausfalle als ohne sie.

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Schneider hatte zuvor steigende Temperaturen als Bedrohung für die Wirtschaft bezeichnet. Besonders besorgt zeigte er sich über Wasserknappheit durch anhaltende Hitzeperioden. Badum hingegen argumentierte, seine bisherigen Maßnahmen reichten nicht aus, um das Ausmaß des Problems zu bewältigen.

Zudem warnte sie, die Zustimmung der SPD zum Gebäudeenergiegesetz könnte die Klimaziele untergraben. In seiner aktuellen Fassung würde das Gesetz Öl- und Gasheizungen auch über das Jahr 2045 hinaus erlauben – ein Schritt, der laut Badum im Widerspruch zu langfristigen Umweltzielen stehe.

Die Klimaschutzexperten der Grünen fordern ein gerechteres und wirksameres Programm. Badum erwartet von Schneider, dass er den Klimaschutzplan entsprechend überarbeitet. Der Aufruf zu einem neuen Klimaschutzprogramm erfolgt vor dem Hintergrund wachsenden Drucks auf die Regierung, endlich zu handeln. Schneiders Ministerium steht nun vor der Aufgabe, seine Politik anzupassen, um den sich verschärfenden Folgen des Klimawandels zu begegnen. Die Debatte unterstreicht die Notwendigkeit strengerer Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen und zur Anpassung an extreme Wetterereignisse.

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