29 June 2026, 14:26

Grüne reformieren Umgang mit sexueller Belästigung nach Gelbhaar-Fall

Grüne Partei setzt neue Regeln gegen sexuellen Belästigung

Grüne reformieren Umgang mit sexueller Belästigung nach Gelbhaar-Fall

Die Grünen haben ein neues Statut zur Bekämpfung sexueller Belästigung eingeführt. Der Schritt folgt auf einen viel beachteten Fall um Stefan Gelbhaar, der nach Belästigungsvorwürfen seine Kandidatur als Direktkandidat im Berliner Bezirk Pankow verlor.

Vor einem Jahr prüfte eine interne Kommission das Vorgehen der Partei im Fall Gelbhaar. Dabei wurden schwerwiegende Mängel im Verfahren festgestellt. Gelbhaar wies die Vorwürfe zurück, behauptete jedoch, sich aufgrund der politischen Instrumentalisierung des Prozesses nicht angemessen verteidigen zu können.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die neuen Regeln definieren klarere Grenzen zwischen den internen Parteigremien und ihren Abläufen. Beschwerdeausschüsse sollen künftig Vermittlung statt Sanktionen in den Vordergrund stellen. Betroffene in Fällen mit möglichem Strafrechtbezug werden an externe Beratungsstellen verwiesen und über ihr Recht informiert, Anzeige zu erstatten.

Disziplinarmaßnahmen obliegen künftig den parteiinternen Schiedsgerichten. Das Statut enthält zudem Schutzbestimmungen, um Interessenkonflikte zu vermeiden und Vertraulichkeit zu gewährleisten.

Ziel der überarbeiteten Regelungen ist es, mehr Fairness und Transparenz bei der Bearbeitung solcher Fälle zu schaffen. Die Verantwortung für Sanktionen wird damit an die Schiedsgerichte übertragen, während gleichzeitig die Unterstützung für Betroffene gestärkt wird. Die Änderungen sind eine Reaktion auf frühere Kritik an den internen Prozessen der Partei.

Quelle