01 May 2026, 16:36

Halle baut Deutschlands erste Groß-Wärmepumpe für klimaneutrale Fernwärme aus Abwasser

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Halle baut Deutschlands erste Groß-Wärmepumpe für klimaneutrale Fernwärme aus Abwasser

In Halle entsteht Deutschlands erste großtechnische Abwasser-Wärmepumpe. Das Projekt nutzt gereinigtes Abwasser, um die Stadt klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Die Verantwortlichen erwarten, dass dadurch jährlich tausende Tonnen CO₂ eingespart werden.

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Die Wärmepumpe entzieht dem Abwasser thermische Energie und stellt eine Heizleistung von 18,5 Megawatt bereit. Gleichzeitig senkt sie die Temperatur des in die Saale eingeleiteten Wassers um 8 Kelvin. Das System lässt sich nahtlos in das bestehende Heizkraftwerk am Standort Dieselstraße einbinden, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitet.

Erst vor drei Wochen wurde eine Bundesförderung in Höhe von 50 Millionen Euro bewilligt. Als Kältemittel kommt Isobutan zum Einsatz – ein natürlicher, ungiftiger Stoff, der synthetische Alternativen ersetzt. Sämtliche Hauptkomponenten werden in Deutschland gefertigt und stärken so die heimische Industrie.

Die Bauarbeiten sollen in zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein. Im Regelbetrieb könnte die Anlage die CO₂-Emissionen um bis zu 16.000 Tonnen pro Jahr verringern und bis zu 20 Prozent des halleschen Fernwärmebedarfs mit dekabonisierter Energie decken.

Die Wärmepumpe beschleunigt den Umstieg der Stadt auf klimaneutrale Wärmeversorgung. Die speziellen Komponenten werden innerhalb der nächsten 24 Monate geliefert, sodass die Anlage kurz darauf den Betrieb aufnehmen kann. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in der Dekarbonisierungsstrategie Halles.

Quelle