25 June 2026, 12:23

Halle setzt auf frühkindliche Sprachförderung für faire Bildungschancen

Einstimmiger Beschluss im Stadtrat: Neues Sprachkonzept zur Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für migrantische Kinder in Halle - CDU-Rat kritisiert Begriff 'Ankunftsdistrikt'

Halle setzt auf frühkindliche Sprachförderung für faire Bildungschancen

Der Stadtrat von Halle hat einstimmig eine neue Strategie verabschiedet, um die Deutschkenntnisse von Kindern mit Migrationshintergrund in der Südlichen Neustadt zu stärken. Der Plan setzt auf frühkindliche Förderung, um Sprachdefizite auszugleichen und von Beginn der Schulzeit an faire Bildungschancen zu schaffen.

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Die Strategie stieß auf breite politische Unterstützung. Ute Haupt von der Linken bezeichnete Sprache als „Grundlage für alles Lernen“. Annette Kreuzfeld von den Grünen betonte, dass die Kinder mit Migrationsgeschichte eine „wichtige Zukunftsressource für die Stadt“ seien.

Christoph Bergner (CDU) lobte die methodische Ausrichtung, warnte jedoch davor, Konkurrenz zwischen Kitas und Herkunftssprachenschulen zu schaffen. Sein Parteikollege Jörg Ersack kritisierte die Bezeichnung „Ankunftsstadtteil“ für die Südliche Neustadt.

Alexander Raue (AfD) unterstrich die Bedeutung des frühen Deutschunterrichts, verurteilte aber gleichzeitig die Migrationspolitik der CDU. Katharina Kohl (SPD) argumentierte, der Plan biete „strukturierte, praxisnahe Sprachförderung“. Sarah Labusga von Volt/Mitbürger hob die Gründlichkeit des Konzepts, die Einbindung von Akteuren und die klaren Verwaltungsstrukturen hervor. Gleichzeitig forderte sie Landes- und Bundesmittel zur Finanzierung der Initiative.

Die beschlossene Strategie wird nun mit fraktionsübergreifender Rückendeckung umgesetzt. Ziel ist es, dass Kinder mit Migrationshintergrund frühzeitig solide Deutschkenntnisse erwerben. Im Mittelpunkt stehen praktische Unterstützung und langfristige Integration.

Quelle