Helene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wandel
Friederike RuppersbergerHelene Bubrowski wird erste Mitverlegerin der FAZ – ein historischer Wandel
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat Helene Bubrowski mit Wirkung zum 1. Januar 2027 zur neuen Mitverlegerin ernannt. Sie wird als erste Frau in den traditionell rein männlich besetzten Herausgeberrat der Zeitung eintreten. Der Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der ideologischen Neuausrichtung der FAZ hin zur gemäßigteren Linken.
Bubrowski arbeitet seit 2013 für die FAZ, zunächst als politische Redakteurin und später als Berlin-Korrespondentin. Ihre Berufung folgt auf Jahre des schrittweisen Wandels, der nach dem Tod des langjährigen Mitverlegers Frank Schirrmacher 2014 einsetzte. Seither hat sich die FAZ zunehmend den Positionen der linksgerichteten grün-sozialdemokratischen Koalition in Deutschland angenähert.
Das Führungsmodell der FAZ ist im deutschen Medienland ungewöhnlich: Vier Mitverleger teilen sich die Verantwortung und die redaktionellen Aufgaben. Bubrowski und ihr Kollege Carsten Knop gelten innerhalb dieser Struktur als Reformer. Ihr Einfluss hat dazu beigetragen, die traditionell konservative Haltung der Zeitung zu modernisieren.
Mit Bubrowskis Eintritt vertreten nun drei der vier Mitverleger diese reformorientierte Linie. Ihre Berichterstattung spiegelt bereits die Neuausrichtung der FAZ wider und steht stärker im Einklang mit den Positionen des gemäßigteren linken Mainstreams.
Ihre Beförderung festigt die neue Ausrichtung der Zeitung unter der aktualisierten Führung. Der Herausgeberrat der FAZ zählt damit erstmals eine Frau zu seinen Mitgliedern – ein Bruch mit einer langjährigen Tradition. Gleichzeitig bestätigt die Personalie die fortschreitende Anpassung der FAZ an die sich wandelnde politische Landschaft Deutschlands.






