05 May 2026, 12:32

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Demonstration durch eine Straße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen zu sehen.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios

Hunderte Demonstranten gingen am Samstag in Halle auf die Straße, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die laut Vorwürfen als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken und die Anwerbung neuer Mitglieder dient.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Demonstration begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend durch das südliche Wohnviertel. Die Menge skandierte Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ während des Marsches. Die Veranstalter sprachen von etwa 300 Teilnehmern, die Polizei schätzte die Zahl jedoch auf rund 170, überwiegend junge Menschen.

Die Gladiator Fight Academy steht bereits länger in der Kritik, weil sie Gewalt und Diskriminierung angeblich duldet. Zu den zentralen Figuren zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der rechtsextremen Gruppe Jungsturm Erfurt. Auch Hans Krüger und Christopher Henze, die beide mit der rechtsextremen Hooligan-Szene in Verbindung gebracht werden, gehören zum Kernteam des Studios.

Die Betreiber der Kampfsportschule hatten zuvor eine rechtsextreme Veranstaltung in Teutschenthal ausgerichtet, an der auch AfD-Kandidaten teilnahmen. Auf Nachfragen zu den politischen Verstrickungen von Mitarbeitern verwies das Studio darauf, alle Mitglieder willkommen zu heißen, die sich respektvoll verhielten – unabhängig von deren Aktivitäten außerhalb des Trainingsbetriebs.

Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Bedenken hinsichtlich rechtsextremer Einflüsse in lokalen Sport- und Gemeinschaftseinrichtungen. Die Gladiator Fight Academy bleibt unter Beobachtung, während Aktivisten ankündigten, ihre Aktivitäten und Verbindungen weiter zu überwachen.

Quelle