19 April 2026, 10:27

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar

Alte Zeitung mit der Überschrift "Berliner Wespen" vom Juli 1873 mit einer Karikatur eines besorgten Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid.

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins Stromausfall-Krise im Januar

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich im Abgeordnetenhaus für sein Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der Blackout ließ tausende Haushalte ohne Elektrizität zurück und löste massive Kritik an der Reaktion der Verantwortlichen aus. Wegner verteidigte zwar sein Handeln, räumte jedoch Kommunikationsmängel während des Notfalls ein.

Der Stromausfall begann an einem Dienstagmorgen. Wegner erhielt die erste Warnung um 8:07 Uhr, als er sich noch zu Hause aufhielt – eine Nachricht des Innensenators traf ihn am Frühstückstisch. Bis 12:07 Uhr meldete der Wirtschaftssenator, dass die voraussichtliche Dauer der Störung weiterhin unklar sei.

Den Großteil des Tages arbeitete Wegner von zu Hause aus, unterbrochen nur von einer einstündigen Sporteinheit. Um 12:45 Uhr sprach er erneut mit dem Wirtschaftssenator, um die Lage zu bewerten. Gegen 14:30 Uhr gab Stromnetz Berlin eine Stellungnahme heraus, in der vor längeren Reparaturarbeiten bis Donnerstag gewarnt wurde.

Der Bürgermeister brach ein geplantes Treffen mit den Regierungschefs der ostdeutschen Länder ab, um sich im Abgeordnetenhaus an die Abgeordneten zu wenden. Während der Krise koordinierte er die Zusammenarbeit mit den Bezirken, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, Polizei, Feuerwehr und der Bundeswehr. Dank der gemeinsamen Anstrengungen konnte die Stromversorgung gut eineinhalb Tage früher als in der pessimistischsten Prognose wiederhergestellt werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Obwohl der Blackout schneller behoben wurde als befürchtet, sah sich Wegner mit Vorwürfen wegen seiner Führungsrolle konfrontiert. Er betonte, dass er gemeinsam mit den Senatoren und den Einsatzkräften seine Pflichten erfüllt habe. Mit der Entschuldigung im Parlament versuchte er, die öffentliche Verärgerung über die erheblichen Beeinträchtigungen einzudämmen.

Quelle