Karsamstag 2026: Warum der 4. April kein Feiertag ist – trotz Tradition
Friederike RuppersbergerKarsamstag 2026: Warum der 4. April kein Feiertag ist – trotz Tradition
Karsamstag – der Tag vor Ostersonntag – fällt 2026 auf den 4. April. Auch als Ostersamstag bekannt, verschiebt sich das Datum jedes Jahr aufgrund kirchlicher Berechnungen. Trotz seiner großen Bedeutung in der christlichen Tradition gilt der Tag in mehreren europäischen Ländern nicht als gesetzlicher Feiertag.
Für Christen ist der Karsamstag von tiefer Symbolkraft: Er markiert das Ende der Fastenzeit und lädt zur Besinnung ein. Dennoch bleibt er in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein ganz normaler Werktag. Arbeitnehmer müssen wie gewohnt ihrer Tätigkeit nachgehen – es sei denn, ihr Arbeitsvertrag sieht etwas anderes vor. Zusätzliche Bezahlung oder freigestellte Zeit sind nicht vorgesehen.
In einigen deutschen Bundesländern wird der Tag zwar als "stiller Feiertag" begangen, der zur inneren Einkehr anregt. Doch dieser Status ändert nichts an den Arbeitsverpflichtungen und gewährt keinen Anspruch auf freien Tag. Schulen und Kitas haben oft wegen der Osterferien geschlossen, Behörden und Unternehmen bleiben jedoch in der Regel geöffnet.
Das Datum des Karsamstags ändert sich jährlich, da sich Ostern nach dem Mondkalender richtet. Theologisch korrekt heißt der Tag zwar Karsamstag, umgangssprachlich ist aber auch die Bezeichnung Ostersamstag verbreitet.
2026 fällt der Ostersonntag auf den 5. April, der Karsamstag entsprechend auf den 4. April. Da er in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein gesetzlicher Feiertag ist, gelten für Arbeitnehmer die üblichen Arbeitszeiten. Ob und wie der Tag begangen wird, bleibt damit eine Frage der persönlichen oder regionalen Tradition – nicht jedoch eines rechtlichen Anspruchs.






