Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten – Aktie klettert um 8 Prozent
Heidelore BinnerLufthansa überrascht mit geringeren Verlusten – Aktie klettert um 8 Prozent
Lufthansa verzeichnet geringeren Verlust als erwartet – Aktie steigt deutlich
Die Lufthansa hat für das erste Quartal 2026 einen geringeren Verlust als befürchtet ausgewiesen und damit die Sorgen der Anleger gemildert. Das bereinigte operative Minus belief sich auf 612 Millionen Euro – etwas besser als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Trotz anhaltender Herausforderungen stieg der Aktienkurs nach der Bekanntgabe deutlich an.
Der Umsatz des Konzerns kletterte um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro im Quartal, verfehlte jedoch die Erwartungen der Experten, die mit 9,3 Milliarden Euro gerechnet hatten. Steigende Treibstoffkosten, die auch durch den Konflikt im Iran angeheizt werden, haben in diesem Jahr bereits zu Mehrbelastungen von 1,7 Milliarden Euro geführt.
Um die Treibstoffknappheit zu bewältigen, hat die Lufthansa bereits 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan gestrichen. Das Unternehmen bestätigte zudem, dass die Treibstoffversorgung an seinen wichtigsten Drehkreuzen bis Juni gesichert sei. Vorsorglich werden Notfallpläne für Langstreckenverbindungen nach Asien und Afrika erarbeitet, darunter zusätzliche Tankstopps.
Analysten wie Andrew Lobbenberg von Barclays hoben hervor, dass die Airline trotz aktueller Belastungen zuversichtlich in die Entwicklung der Erlöse pro Einheit blickt. Die Lufthansa hielt an ihrer Jahresprognose fest und strebt ein Ergebnis deutlich über den 1,96 Milliarden Euro von 2025 an. Zudem arbeitet der Konzern an einem Umstrukturierungsplan, um bis 2030 eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zu erreichen.
Nach Vorstellung der Quartalszahlen legte die Aktie um über 8 Prozent zu – ein Zeichen für den Optimismus der Investoren. Zwar bleiben Treibstoffkosten und geopolitische Spannungen Risikofaktoren, doch die Sparmaßnahmen und die langfristige Strategie der Lufthansa deuten auf eine Stabilisierung des Geschäfts hin. Die weiteren Schritte des Unternehmens hängen in den kommenden Monaten maßgeblich von der Treibstoffverfügbarkeit und der Nachfrageentwicklung ab.






