Merz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
Friederike RuppersbergerMerz will Schienenverbindungen nach Polen und Tschechien massiv ausbauen
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa. Der Vorstoß erfolgt nach Gesprächen mit polnischen und tschechischen Regierungsvertretern über Verbesserungen im Verkehrssektor. Beide Länder haben das Thema offiziell bei der deutschen Führung angesprochen.
Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer über die wirtschaftliche Entwicklung der Region gesprochen hatte. Dabei ging es auch um den dringenden Infrastrukturbedarf.
Merz hat inzwischen deutlich gemacht, dass die Bundesregierung bessere Bahnverbindungen nach Polen und Tschechien als strategische Priorität betrachtet. Konkrete Pläne sollen in den kommenden Kabinettssitzungen erörtert werden.
Während spezifische grenzüberschreitende Projekte noch in der Diskussion sind, schreiten die allgemeinen Modernisierungsbemühungen der Deutschen Bahn voran. Für 2026 sind über 23 Milliarden Euro für Sanierungen vorgesehen, darunter die Aufwertung wichtiger Strecken wie der Verbindung Hamburg–Berlin. Aktuell verkehren etwa die zweistündlichen Züge zwischen Berlin und Polen über den Bahnhof Gesundbrunnen – wenn auch mit gelegentlichen Störungen.
Die Bundesregierung prüft nun, wie die Schienenanbindung an die östlichen Nachbarländer gestärkt werden kann. In den Kabinettssitzungen geht es um Finanzierung, Zeitpläne und mögliche Routen. Entscheidungen würden dabei an die laufenden Inlandsmodernisierungen anknüpfen und gleichzeitig die grenzüberschreitenden Anforderungen berücksichtigen.






