27 March 2026, 10:29

Nach tödlichem Angriff: Gewerkschaften fordern mehr Sicherheit für Zugbegleiter

Ein Bild mit Fotos von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie einem Text mit der Überschrift "Der Zug, der nie hält - wie das kontinuierliche Transitsystem funktioniert".

Nach tödlichem Angriff: Gewerkschaften fordern mehr Sicherheit für Zugbegleiter

Forderungen nach strengeren Sicherheitsmaßnahmen in Zügen nehmen nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter zu

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter mehren sich die Rufe nach schärferen Sicherheitsvorschriften im Schienenverkehr. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) drängt auf die verpflichtende Einführung von Zweipersonen-Besatzungen und warnt vor einer Zunahme von Gewalt gegen Mitarbeiter. Die Verkehrsminister der Länder lehnten zwar bundesweite Vorgaben zur Personalstärke ab, unterstützten aber andere Sicherheitsmaßnahmen.

Die EVG fordert nach dem jüngsten Todesfall eines Zugbegleiters durchgehend Zweierteams in allen Zügen. Gewerkschaftschef Martin Burkert wies auf die wachsende Gefahr für Beschäftigte im Frontbereich hin und mahnte schnelles Handeln an. Andere Gewerkschaften schlossen sich diesem Appell an und betonten, dass allein arbeitende Mitarbeiter besonders gefährdet seien.

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Auf der Verkehrsministerkonferenz in Lindau lehnten die Verantwortlichen eine bundesweite Pflicht zu Zweipersonen-Besatzungen ab. Stattdessen sprachen sie sich für ein bundesweites Verbot von Waffen und Messern im Personenverkehr aus. Zudem begrüßten die Minister die jüngsten Sicherheitsnachrüstungen der Deutschen Bahn, darunter Körperkameras für Servicekräfte und überarbeitete Kontrollverfahren bei Ausweispflichten.

Aktuell wird noch über eine bessere Überwachung an Bahnhöfen diskutiert. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder will bis Ende April prüfen, wie wirksam die beschlossenen Maßnahmen sind. Im Mittelpunkt steht die Balance zwischen Sicherheit und betrieblicher Flexibilität – eine Einigung auf einheitliche Personalregelungen steht jedoch noch aus.

Die Deutsche Bahn hat bereits neue Sicherheitstools eingeführt, etwa Körperkameras und strengere Identitätskontrollen. Die Verkehrsministerkonferenz verzichtete jedoch auf eine verbindliche Vorgabe zu Zweipersonen-Besatzungen, sodass die Frage weiterhin ungeklärt bleibt. Schnieders Bewertung Ende April soll zeigen, ob weitere Schritte nötig sind, um Mitarbeiter und Fahrgäste besser zu schützen.

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