Nagelsmanns WM-Pläne 2024: Taktik-Zweifel und defensive Lücken bei der DFB-Elf
Falk HornigNagelsmanns WM-Pläne 2024: Taktik-Zweifel und defensive Lücken bei der DFB-Elf
Deutschlands WM-Vorbereitung 2024 gerät unter Julian Nagelsmann ins Stocken
Die Vorbereitungen der deutschen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft 2024 verlaufen unter Bundestrainer Julian Nagelsmann alles andere als reibungslos. Kritiker hinterfragen zunehmend seine Taktik, die Personalauswahl und seine Kommunikation, während defensive Schwächen weiterhin bestehen. Trotz einzelner Glanzleistungen sorgen die unbeständigen Leistungen des Teams für Zweifel an den Aussichten im Turnier.
Nagelsmann hält beharrlich an seinem bevorzugten 4-2-3-1-System fest – selbst wenn die Schwächen im defensiven Mittelfeld immer offensichtlicher werden. Die Nichtberücksichtigung von Schlüsselspielern wie Kevin Andrich, besonders angesichts von Verletzungen anderer Akteure wie Borna Sosa oder den Ausfällen von Spieler wie Pavlovic, hat scharfe Kritik ausgelöst. Gleichzeitig wird Joshua Kimmich, sonst oft als Spielmacher eingesetzt, auf die rechte Außenverteidigerposition geschoben – was Lücken reißt, die Gegner gnadenlos ausnutzen.
Die jüngsten Testspiele haben diese Probleme schonungslos offenbart. Gegen die Schweiz kassierte Deutschland drei Tore aus nur sieben gegnerischen Torabschlüssen – Verteidigungschef Nico Schlotterbeck bereitete sogar eine gegnerische Großchance mit vor. Gegen Ghana, eine Mannschaft mit wenig offensiver Durchschlagskraft, ließ die Abwehr erneut Tore zu, ehe Einwechselspieler Deniz Undav in letzter Minute den Siegtreffer erzielte. Eine umstrittene Handelfmeter-Entscheidung des Schiedsrichters in diesem Spiel steigerte die Frustration nur noch – und erinnerte an den verpassten Elfmeter im Viertelfinale der EM 2024.
Im Sturm führen Kai Havertz und Niclas Füllkrug die Offensive an, während Undav meist auf der Bank bleibt. Lichtblicke wie Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Grill haben zwar Weltklasse-Leistungen gezeigt, doch mangelnde Chancenverwertung und fehlende defensive Absicherung für Kimmich untergraben weiterhin die Fortschritte. Nagelsmann selbst räumte ein, dass andere Nationen mittlerweile als Favoriten in die WM gehen.
Mit taktischer Starrköpfigkeit und ungelösten defensiven Problemen wirkt Deutschlands Weg zur Weltmeisterschaft unsicher. Die Schwächen in den Testspielen und Nagelsmanns Weigerung, Positionen anzupassen, haben die Kritik weiter verschärft. Wenn das Team im Turnier gegen die besten Mannschaften bestehen will, wird die Behebung dieser Mängel in den verbleibenden Wochen entscheidend sein.






