Neue eezy-Tarife im VRR und Rheinland: Pro Bahn sieht Licht und Schatten
Friederike RuppersbergerNeue eezy-Tarife im VRR und Rheinland: Pro Bahn sieht Licht und Schatten
Pro Bahn prüft neue eezy-Elektroniktarife in Rhein-Ruhr und Rheinland – Lob und Kritik
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die neuen elektronischen Tarife eezy in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR) und Rheinland unter die Lupe genommen. Die Bewertung fällt gemischt aus: Zwar gibt es Fortschritte, doch das Preissystem bleibt in einigen Punkten problematisch. Während einige Tarife vereinfacht wurden, tun sich Gelegenheitsfahrer und Familien nach wie vor schwer.
Gelobt wurde die günstige Gestaltung der Einzeltickets für Kinder im VRR. Auch die Tageskarten im VRR sowie die monatliche Preisobergrenze in beiden Verbünden fanden Anerkennung. Diese Änderungen bieten Pendlern klarere und attraktivere Optionen.
Allerdings kritisiert Pro Bahn, dass digitale Tickets nicht immer den günstigsten Preis garantieren. So fehlt bei eezy in mehreren Tarifstufen eine Tagespreisbremse – Nutzer könnten dadurch mehr zahlen als mit einem klassischen 24-Stunden-Ticket. Zwar kann die Tarifzonen-Aufteilung auf manchen Strecken zu Ersparnissen führen, doch sie erhöht zugleich die Komplexität unnötig.
Ein weiterer Kritikpunkt: Weder im VRR noch im Rheinland gibt es spezielle Tageskarten für Kinder, die allein unterwegs sind. Gelegenheitsfahrer, Familien und unbegleitete Minderjährige sehen sich daher in vielen Alltagssituationen mit undurchsichtigen Preismodellen konfrontiert.
Pro Bahn begrüßt zwar vereinfachte Tarifstrukturen, fordert aber, dass digitale Tickets automatisch den günstigsten Tagespreis berechnen sollten. Ohne diese Anpassung riskieren Fahrgäste weiterhin, zu viel zu zahlen – oder sich in unklaren Wahlmöglichkeiten zu verlieren.
