RAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei der Maidemo 2023 in Kreuzberg
Friederike RuppersbergerRAPK entschuldigt sich für Verzögerungen bei der Maidemo 2023 in Kreuzberg
Berliner Rap-Trio RAPK äußert sich zu Kritik nach Verzögerungen bei der revolutionären Maidemonstration 2023
Die Berliner Rap-Gruppe RAPK hat sich zu Vorwürfen geäußert, nachdem ihr Konzert am 1. Mai 2023 zu Verzögerungen bei der traditionellen Revolutionären Maidemonstration in Kreuzberg geführt hatte. Das aus Victor, Tariq und Gustav bestehende Trio verbindet seit Langem in seiner Musik den Alltag im Stadtteil mit scharfer politischer Kommentierung.
Der Vorfall hat die Künstler dazu veranlasst, künftig besser darauf zu achten, wie ihre Veranstaltungen mit Protesten zusammenwirken. Seit dem Ende der Myfest-Tradition veranstaltet RAPK jedes Jahr am 1. Mai ein Solidaritätskonzert in Kreuzberg. Ihre Auftritte thematisieren häufig rassistische Polizeikontrollen, Gentrifizierung und Drogenabhängigkeit – und verbinden so lokale Erfahrungen mit gesellschaftskritischen Botschaften. Für das Trio ist Musik ein Werkzeug, um Protest zu verstärken, Menschen zu vereinen und politische Inhalte zugänglicher zu machen.
Beim letzten Konzert versuchten die Musiker, durch Durchsagen über die Lautsprecheranlage und Updates auf Instagram eine freie Route für den Demonstrationszug zu schaffen. Trotz dieser Bemühungen blockierte die Veranstaltung jedoch weiterhin die Marschstrecke. Im Nachhinein entschuldigte sich RAPK für die Verzögerungen und räumte seine Mitverantwortung für die Störungen ein.
Die Gruppe ist überzeugt, dass Protest und Kultur nicht voneinander getrennt werden dürfen, sondern sich gegenseitig befruchten sollten. Um ähnliche Probleme künftig zu vermeiden, plant das Trio, seine Konzerte so zu organisieren, dass sie den Ablauf der Demonstration nicht behindern.
Das Konzert 2023 zeigte die Herausforderungen auf, die entstehen, wenn Live-Veranstaltungen und politische Kundgebungen aufeinandertreffen. RAPK hat sich verpflichtet, seinen Ansatz anzupassen, damit Solidaritätskonzerte und Proteste künftig nebeneinander stattfinden können – ohne sich gegenseitig zu blockieren. Ihre Musik bleibt dabei ein Spiegel der Kämpfe in Kreuzberg und treibt gleichzeitig den gesellschaftlichen Wandel voran.






