14 March 2026, 07:00

Rekordzahl an Petitionen flutet den Hessischen Landtag im Jahr 2025

Eine Menschenmenge mit Schildern vor einem Gebäude mit Bäumen im Hintergrund, einige tragen Mützen und Schutzbrillen, auf einem Schild steht "Was du erlaubst, wird weitergehen 2020 Wähler".

Petitions sprengen den Hessischen Landtag - Anzahl der Petitionen verdoppelt - Rekordzahl an Petitionen flutet den Hessischen Landtag im Jahr 2025

Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Eingaben an den Hessischen Landtag deutlich an. Insgesamt gingen 2.641 Petitionen ein – ein starker Anstieg gegenüber 1.046 im Vorjahr. Behörden führten den Zuwachs auf ein gestiegenes öffentliches Bewusstsein für das Petitionsrecht zurück.

Der Petitionsausschuss bearbeitete 2025 insgesamt 1.709 Fälle. Davon wurden 155 vollständig stattgegeben, 61 teilweise. Themen wie Aufenthalts- und Einwanderungsfragen dominierten die Eingaben und verzeichneten im Vergleich zu 2024 einen Anstieg um 103,5 Prozent.

Ein ungewöhnlicher Fall betraf einen Anwohner, der sich über nächtliche Froschgeräusche aus einem nahegelegenen Teich beschwerte. Das Hessische Umweltministerium entschied, dass Frösche als geschützte Art in Wohngebieten grundsätzlich zu dulden seien. Eine Umsiedlung komme nur in Extremfällen infrage – etwa wenn der Lärm als unzumutbar eingestuft werde – und erfordere selbst dann eine besondere artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung.

Ausschussvorsitzender Oliver Ulloth (SPD) vermutete, dass der Anstieg der Petitionen auf aktuelle Kampagnen zurückzuführen sei, die Bürgerrechte stärker in den Fokus rücken. Vergleichsdaten zu den Zahlen von 2023 lagen nicht vor.

Die Arbeitsbelastung des Ausschusses nahm 2025 spürbar zu, was auf eine höhere Bürgerbeteiligung hindeutet. Während sich die meisten Eingaben mit Aufenthalts- und Einwanderungsfragen beschäftigten, gab es auch ungewöhnliche Fälle wie den Streit um die Froschgeräusche. Die Entscheidungen blieben dabei an den gesetzlichen Artenschutz und bestehende Vorschriften gebunden.

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