René Benko in 18. Strafverfahren: Neue Betrugsvorwürfe über Millionenbeträge
Friederike RuppersbergerRené Benko in 18. Strafverfahren: Neue Betrugsvorwürfe über Millionenbeträge
Immobilienmogul René Benko sieht sich nun bereits in einem 18. Strafverfahren wegen des Verdachts auf Finanzvergehen konfrontiert. Die jüngsten Ermittlungen konzentrieren sich auf den Verdacht des Vertrauensbruchs und des Betrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft.
Im neuen Fall geht es um Vorwürfe, wonach Gelder aus einer für das Bahnhofplatz-Projekt vorgesehenen Zahlung von 120 Millionen Euro umgeleitet worden sein sollen. Die umgelenkten Summen seien angeblich für eine Kapitalerhöhung genutzt worden, die den Kauf des Londoner Luxuskaufhauses Selfridges finanzieren sollte. Ermittler vermuten, dass die Signa Prime Selection als eine Art „finanzieller Staubsauger“ fungierte und Geld aus anderen Projekten abzog – darunter auch eine 187-Millionen-Investition eines saudischen Staatsfonds.
Unterdessen wird sich der Österreichische Oberste Gerichtshof an diesem Donnerstag mit Berufungen im ersten Betrugs- und Insolvenzverfahren gegen Benko befassen. Eine Verurteilung in diesem Prozess würde seinen ersten offiziellen Status als verurteilter Häftling im Rahmen der Signa-Affäre bedeuten. Parallel dazu haben seine privaten Insolvenzverfahren eine ungewöhnliche Wendung genommen: Im Fokus stehen nun mehrere hochwertige Damenringe.
Die laufenden Ermittlungen deuten auf ein Muster mutmaßlicher Finanzmanipulationen in verschiedenen Projekten hin. Sollte Benko in den aktuellen oder anstehenden Prozessen für schuldig befunden werden, drohen ihm erhebliche rechtliche Konsequenzen. Die Ergebnisse dieser Verfahren könnten das Ausmaß der finanziellen Unregelmäßigkeiten in seinem Imperium weiter aufklären.
