07 April 2026, 12:38

Revolution im Bau: Carbonbeton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Betongebäude mit Graffiti, umgeben von Gras, Bäumen, Strommasten, Fahrzeugen auf der Straße, anderen Gebäuden, Hügeln und einem klaren blauen Himmel.

Revolution im Bau: Carbonbeton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Großprojekt soll karbonbewehrten Beton in die industrielle Massenproduktion bringen

Ein neues Großvorhaben will karbonbewehrten Beton für den industriellen Einsatz in großem Maßstab fit machen. Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH hat die Initiative rund 14 Millionen Euro an Bundesförderung eingeworben. Die Technologie verspricht im Vergleich zu herkömmlichem stahlbewehrtem Beton einen bis zu 80 Prozent geringeren Ressourcenverbrauch.

Offiziell gestartet ist das Projekt im CUBE-Gebäude der TU Dresden, das für innovative Bauweisen bekannt ist. In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, die getestet und optimiert wird. Ziel ist es, die Produktionsprozesse bis zur vollen Marktreife im Jahr 2029 auszuarbeiten.

Der Bausektor – inklusive Sanierung und Gebäudebetrieb – verursacht derzeit 40 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Carbonbeton bietet eine leichtere und gleichzeitig stabilere Alternative, die schlankere und langlebigere Konstruktionen ermöglicht. An der Forschung und Entwicklung sind neben der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) auch die TU Dresden als Partner beteiligt.

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Vorhaben mit erheblichen Mitteln. Bei Erfolg könnte die Technologie Materialverschwendung und Emissionen in der Bauindustrie deutlich reduzieren. Die Pilotanlage in Leipzig dient als Testfeld für die Hochskalierung der Produktion. Bis zum Projektende 2029 soll der carbonbewehrte Beton bereit für den flächendeckenden industriellen Einsatz sein – ein wichtiger Schritt, um die Umweltbelastung der Baubranche zu senken.

Quelle