SAP-Aktie im freien Fall: 29 Prozent Verlust und Sicherheitslücken erschüttern Anleger
Falk HornigSAP-Aktie im freien Fall: 29 Prozent Verlust und Sicherheitslücken erschüttern Anleger
SAP-Aktie stürzt ab: Verluste von fast 29 Prozent in diesem Jahr
Die Aktie des Softwarekonzerns SAP hat in diesem Jahr stark an Wert verloren – die Verluste für Aktionäre belaufen sich auf fast 29 Prozent. Der Rückgang kommt zu einer Zeit, in der Analysten ihre Erwartungen aufgrund nachlassenden Wachstums und verfehlter Ziele beim Cloud-Auftragsbestand nach unten korrigieren. Zudem haben kürzlich aufgedeckte Sicherheitslücken in den Unternehmenssystemen das Vertrauen der Anleger weiter erschüttert.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit zwischen 194 und 195 Milliarden Euro – ein Rückgang von über 40 Prozent gegenüber dem früheren Höchststand. Die Aktie notiert aktuell bei 166,44 Euro, fast 24 Prozent unter dem wichtigen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt. Der jüngste Kursrutsch auf 165,74 Euro – nahe dem 52-Wochen-Tief – folgte auf Berichte über zwei kritische Sicherheitslücken.
Analysten haben daraufhin ihre Kursziele gesenkt. Barclays reduzierte seine Preisprognose von 348 auf 283 US-Dollar, beließ die Einstufung aber bei "Overweight". BMO Capital strich sein Ziel von 320 auf 245 Dollar, bleibt jedoch optimistisch für die langfristigen Aussichten von SAP. Zacks Research stufte die Aktie von "Strong Buy" auf "Hold" herab.
Trotz der Rückschläge zeigt das Kerngeschäft von SAP Widerstandsfähigkeit: Die Cloud-Umsätze stiegen im Geschäftsjahr 2025 um 23 Prozent, und ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 10 Milliarden Euro läuft bereits. Der KI-Assistent des Unternehmens, Joule, wird mittlerweile in über 210 Anwendungsfällen weltweit eingesetzt.
Die Probleme von SAP spiegeln größere Bedenken hinsichtlich Wachstum und Sicherheitsrisiken wider. Der deutliche Kursverfall steht im Kontrast zu den soliden Cloud-Ergebnissen und den laufenden Rückkaufbemühungen. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob es dem Konzern gelingt, die Dynamik zu stabilisieren – die Anleger werden die Entwicklung genau beobachten.