14 March 2026, 14:31

Schleswig-Holstein beschleunigt Wärmewende bis 2040 mit neuen Fördermitteln

Ein Plakat, das die Aufrüstung von Heizpumpen zu Hause bewirbt, mit einem Bild einer Heizpumpe und dem Text "Rüsten Sie Ihr Zuhause mit einer Heizpumpe auf."

Förderung für den Wärmetransition in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein beschleunigt Wärmewende bis 2040 mit neuen Fördermitteln

Schleswig-Holstein treibt Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bei der Wärmeversorgung bis 2040 voran

Die Landesregierung hat neue Fördermittel angekündigt, um Gemeinden und Stadtteile beim Umstieg auf klimafreundliche Heizalternativen zu unterstützen. Da in vielen Regionen noch keine Fernwärmenetze existieren, sind individuelle Modernisierungen entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen.

Umweltminister Tobias Goldschmidt betonte die Dringlichkeit des Handelns. Die Umrüstung der Heizsysteme werde nicht nur die Emissionen senken, sondern auch die langfristigen Energiekosten für die Bürger verringern. Besonders im Fokus stehen dabei Gebiete ohne bestehende Fernwärmeinfrastruktur.

Die Förderung umfasst Beratungsleistungen sowie praktische Maßnahmen zur Unterstützung der Wärmewende. Antragsberechtigt sind Kommunen, Stadtwerke und Zweckverbände. Ziel ist es, auch kleineren Gemeinden den Zugang zu finanzieller Hilfe zu ermöglichen.

Laut Stand März 2026 verfügen noch über 1.200 Gemeinden und Kreise in Schleswig-Holstein über kein Fernwärmenetz. Der Ausbau, wie etwa in Bad Segeberg, schreitet nur langsam voran; die Fristen für die kommunale Wärmeplanung enden je nach Region im Juni 2026 oder 2028. Goldschmidt rief die Bewohner in diesen Gebieten dazu auf, bereits jetzt über individuelle Heizlösungen nachzudenken, während die übergeordnete Infrastruktur entsteht.

Das Förderprogramm ist Teil des übergeordneten Plans Schleswig-Holsteins, bis 2040 klimaneutral zu werden. Durch die gezielte Unterstützung von Regionen ohne Fernwärme will das Land den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigen. Der Erfolg der Initiative hängt in den kommenden Jahren maßgeblich von der Beteiligung der lokalen Behörden und Haushalte ab.

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