SkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – was bleibt?
Heidelore BinnerSkF schließt nach 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig – was bleibt?
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig
Ende des Monats wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig schließen. Die Entscheidung fällt nach über einem Jahrhundert der Unterstützung für Familien vor Ort. Trotz des engagierten Einsatzes von Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen zwangen finanzielle Schwierigkeiten den Standort zur Auflösung.
Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung. Weitere 89 Familien nahmen an präventiven Programmen teil, darunter „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“. Diese Projekte sowie die Schwangerschafts- und Familienberatung werden nun eingestellt.
Die Caritas übernimmt ab dem 1. Juli die Schwangerschaftsberatung am selben Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit bei dem neuen Träger beschäftigt. Klientinnen können sie weiterhin unter der bekannten Rufnummer 0531/380 08-37 erreichen.
Für die beiden anderen Programme hat die Caritas bisher noch keine Anbieter gefunden. Der SkF dankte regionalen Förderern wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für ihre langjährige Unterstützung.
Mit der Schließung endet die jahrzehntelange Präsenz des SkF in Braunschweig. Die Caritas führt die Schwangerschaftsberatung nahtlos fort, für die übrigen Angebote gibt es jedoch vorerst keinen Ersatz.
