13 June 2026, 20:27

Sonderkommission JuRex jagt rechtsextreme Jugendgruppen in Sachsen-Anhalt

Staatsanwaltschaft Sachsen-Anhalt gründet neue Sonderkommission "JuRex" gegen rechtsextreme Jugendgruppen - erste Festnahme wegen versuchter Mordaufhetzung

Sonderkommission JuRex jagt rechtsextreme Jugendgruppen in Sachsen-Anhalt

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) hat eine Sonderkommission zur Bekämpfung rechtsextremer Jugendgruppen eingerichtet. Unter dem Namen „JuRex“ soll die Ermittlungseinheit die zunehmende Radikalisierung und Gewalt unter jungen Menschen eindämmen. Ihre Gründung spiegelt die wachsende Sorge über den Einfluss solcher Gruppierungen in der Region wider.

Die Sonderkommission JuRex wurde im Mai 2026 ins Leben gerufen. Sie setzt sowohl auf repressive als auch präventive Maßnahmen, um rechtsextreme Jugendorganisationen zu bekämpfen. Dazu zählen Gruppen wie „Jung & Stark“, „Deutsche Jugend voran“ und „Deutsche Jugend zuerst Halle (Saale)“, die in letzter Zeit an Sichtbarkeit und Mobilisierungskraft gewonnen haben.

Viele Mitglieder dieser Gruppen sind jung, oft minderjährig und weisen kaum oder keine Vorstrafen wegen politisch motivierter Delikte auf. Häufig verbreiten sie rechtsextreme Narrative und Hetze gegen die LGBTQ+-Community. Die Vernetzung findet größtenteils online statt, wo extremistisches Gedankengut und Hassrede geteilt werden – teilweise mit realen Treffen und gewalttätigen Straftaten als Folge.

Am 10. Juni 2026 durchsuchten Beamte des LKA im Rahmen der JuRex-Ermittlungen die Wohnung eines Verdächtigen in Gardelegen. Ein 34-jähriger Deutscher wurde anschließend dem Amtsgericht Gardelegen vorgeführt. Ihm wird vorgeworfen, über soziale Medien einen Auftragsmord angeworben zu haben – ein versuchter Mordaufruf. Der Beschuldigte wurde in Untersuchungshaft genommen. Weitere Ermittlungen laufen wegen der Verbreitung verfassungsfeindlicher Inhalte, die sich gezielt an Minderjährige richten.

Die Sonderkommission untersucht zudem die Ursachen für die Entstehung und Ausbreitung dieser Gruppen. Sie arbeitet mit Behörden und Institutionen zusammen, um frühzeitig Anzeichen von Radikalisierung zu erkennen.

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Die JuRex-Kommission setzt ihre Arbeit fort, um rechtsextreme Jugendnetzwerke zu zerschlagen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, gegen den Gardelegener Verdächtigen wurden bereits juristische Schritte eingeleitet. Ziel der Maßnahmen ist es, die Radikalisierung einzudämmen und weitere politisch motivierte Straftaten zu verhindern.

Quelle