10 April 2026, 12:32

Streit um Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel spaltet die Politik

Plakat mit der Aufschrift "Inflation Reduction Act for American Families" mit Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Fahrzeugen, Windrädern, einer bewölkten Himmel und einer Sonne.

Streit um Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel spaltet die Politik

Eine Debatte über die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel spaltet die politische Führung. Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Fraktion der Linken, unterstützt einen Vorschlag, die Steuer auf lebenswichtige Lebensmittel abzuschaffen. Gleichzeitig kritisieren die Grünen und andere alternative Pläne, eine solche Entlastung durch höhere Mehrwertsteuern an anderer Stelle zu finanzieren.

Reichinnek lobte die Idee, die ursprünglich von Jens Spahn vorgebracht worden war, als notwendigen Schritt, um die finanzielle Belastung der Haushalte zu verringern. Sie bezeichnete sie als längst überfällig und ein starkes politisches Signal für die Mehrheit der Menschen, die mit steigenden Kosten zu kämpfen haben.

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Andreas Audretsch, Sprecher der Grünen, lehnte die Diskussion der Koalition über Änderungen der Mehrwertsteuer vollständig ab. Er argumentierte, dass Steuererhöhungen auf andere Waren und Dienstleistungen die Lage nur verschlimmern würden – insbesondere angesichts der Ölpreiskrise und der hohen Inflation. Stattdessen bestünde er darauf, den Fokus auf die Senkung der Preise zu legen, anstatt Steuerlasten umzuverteilen.

Reichinnek kritisierte zudem den Vorschlag der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer in anderen Bereichen zu erhöhen, um die Steuerentlastung bei Lebensmitteln zu finanzieren. Sie warnte, dass ein solcher Schritt die beabsichtigten Vorteile für Verbraucher zunichtemachen würde.

Der Streit zeigt unterschiedliche Ansätze zur Bekämpfung von Inflation und Lebenshaltungskosten auf. Während die Linke gezielte Steuersenkungen auf Grundnahrungsmittel befürwortet, lehnen die Grünen umfassendere Anpassungen der Mehrwertsteuer ab. Das Ergebnis wird von weiteren Verhandlungen innerhalb der Koalition abhängen.

Quelle