30 March 2026, 20:32

Vater und Sohn revolutionieren Energiesparen mit Duschwasser-Wärmerückgewinnung

Solarwassererwärmer auf dem Dach eines Gebäudes mit einem angebauten Speichertank, vor einem Hintergrund von Bäumen.

Vater und Sohn revolutionieren Energiesparen mit Duschwasser-Wärmerückgewinnung

Ein ehemaliger Mercedes-Benz-Ingenieur hat in Deutschland ein Unternehmen gegründet, um eine oft übersehene Energiespartechnologie zu fördern. Steffen Nittbaur, 60, arbeitete über 25 Jahre beim Stuttgarter Autokonzern, bevor er gemeinsam mit seinem Sohn Valentin die Unocconi GmbH ins Leben rief. Ihr Unternehmen spezialisiert sich auf die Rückgewinnung von Wärme aus Abwasser von Duschen – eine Methode, die in anderen europäischen Ländern bereits weit verbreitet ist.

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Nittbaur verließ Mercedes-Benz 2021 und absolvierte später ein Fernstudium der Umweltwissenschaften. Sein Interesse an Nachhaltigkeit führte ihn zu Wärmerückgewinnungssystemen, die die Wärme aus abfließendem Duschwasser nutzen, um kaltes Frischwasser vorzuwärmen. Trotz ihrer hohen Effizienz als eine der besten Energiesparlösungen für Gebäude bleibt die Technologie in Deutschland aufgrund regulatorischer Hürden selten genutzt.

In anderen Ländern ist das Konzept längst etabliert. Zwar weist Deutschland die höchste Anzahl an Installationen in Europa auf, doch in Sachen Verbreitungsgrad liegen die Schweiz und die Niederlande vorne. Steigende Energiekosten und strengere EU-Klimavorgaben machen solche Systeme auf dem gesamten Kontinent attraktiver.

Die in Filderstadt ansässige Unocconi GmbH will die zögerliche Einführung in Deutschland vorantreiben. Valentin Nittbaur, 24, bringt einen doppelten Abschluss in Betriebswirtschaft in das Familienunternehmen ein. Gemeinsam argumentieren sie, dass die dezentrale Wärmerückgewinnung aus Duschen eine praktische, aber unterschätzte Methode ist, um Energieverschwendung zu reduzieren.

Doch das Unternehmen steht vor der Herausforderung, die Technologie in einem von Bürokratie gebremsten Markt zu etablieren. Gelingt dies, könnte ihre Arbeit dazu beitragen, den Energieverbrauch in deutschen Haushalten zu senken. Die Effizienz der Methode und ihre bewährte Anwendung im Ausland deuten darauf hin, dass sie eine größere Rolle in den deutschen Nachhaltigkeitsbemühungen spielen könnte.

Quelle