11 April 2026, 00:33

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor ungerechten Kürzungen in der Krankenversicherung

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließe die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

VdK-Präsidentin Bentele warnt vor ungerechten Kürzungen in der Krankenversicherung

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat sich gegen geplante Kürzungen bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesprochen. Angesichts der für Montag erwarteten Vorstellung von 60 Sparmaßnahmen durch die Gesundheitsfinanzkommission warnt sie, dass Einschnitte vor allem benachteiligte Gruppen ungleich hart treffen würden.

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Bentele lehnt höhere Zuzahlungen für Medikamente sowie die Wiedereinführung von Praxisgebühren ab. Solche Schritte würden ihrer Meinung nach chronisch Kranke, ältere Menschen und einkommensschwache Patientinnen und Patienten übermäßig belasten. Ebenso spricht sie sich gegen Pläne aus, die beitragsfreie Familienversicherung abzuschaffen – dies würde Frauen und Haushalte mit geringem Einkommen besonders benachteiligen.

Statt Leistungen zu kürzen, fordert sie strukturelle Reformen, um Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen. Dazu schlägt sie vor, die Beitragsbemessungsgrenze anzuheben und die Arten der beitragspflichtigen Einnahmen zu erweitern. Zudem regt sie an, dass Leistungserbringer vorübergehend auf Ausgabensteigerungen verzichten.

Darüber hinaus appelliert Bentele an die Bundesregierung, gesamtgesellschaftliche Kosten stärker im Gesundheitssystem zu berücksichtigen. Der VdK erwartet von den Vorschlägen der Kommission eine Entlastung der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler bei gleichbleibendem Leistungsniveau.

Die Empfehlungen der Gesundheitsfinanzkommission werden am Montag veröffentlicht. Benteles Position unterstreicht die Notwendigkeit einer gerechten Finanzierung ohne Abbau der Unterstützung für diejenigen, die auf die gesetzliche Krankenversicherung angewiesen sind. Der VdK wird sich weiterhin für Reformen einsetzen, die Patientinnen und Patienten sowie Beitragszahler schützen.

Quelle