Verlorene Münchner Kneipenlegende lebt in neu enthülltem Kunstwerk weiter
Heidelore BinnerVerlorene Münchner Kneipenlegende lebt in neu enthülltem Kunstwerk weiter
Historisches Kunstwerk mit Bezug zu Münchens legendärer Kneipe Schwabinger 7 wird nächste Woche in Bruckmühl feierlich enthüllt
Ein Gemälde des ortsansässigen Künstlers Rupert Dorrer, das den Geist der einstigen Kultkneipe einfängt, wird am Montag, den 13. März, um 11 Uhr in einer offiziellen Zeremonie präsentiert. Die Enthüllung wird von Bruckmühls neu wiedergewähltem Bürgermeister Richard Richter geleitet.
Der 85-jährige Bruckmühler Dorrer verwandelte eine Wand der Schwabinger 7 – einst Münchens berühmtester und unkonventionellster Treffpunkt – in ein mehrschichtiges Mixed-Media-Bild auf Holz. Die Kneipe wurde vor Jahren abgerissen. Das Werk mit dem Titel Schwabinger 7 befand sich zunächst in Privatbesitz in Schwabing, bevor es in eine oberbayerische Sammlung gelangte.
Später wurde das Gemälde an Denn's Biomarkt verliehen, der heute an der Stelle der ehemaligen Kneipe steht. Dorrer sieht darin eine Reflexion über Vergänglichkeit – im Kontrast zum lebendigen Stammtisch im Grünen Eck, einer weiteren Schwabinger Institution. Seit 2020 ist das Werk im Heimatmuseum Bruckmühl öffentlich zugänglich.
Der Künstler trifft sich noch immer mit Gerd "Manila" Waldhauser, dem langjährigen Wirt der Schwabinger 7, auf ein Bier im Grünen Eck. Das Gemälde ist nun als Dauerleihgabe in der Bruckmühler Galerie zu sehen, die 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim beherbergt.
Die Enthüllungsfeier markiert die offizielle Anerkennung des Kunstwerks in Bruckmühl. Dorrers Schöpfung bewahrt die Erinnerung an eine verschwundene Münchner Legende. Das Werk bleibt als Teil der städtischen Kultursammlung für die Öffentlichkeit zugänglich.