19 April 2026, 18:30

Vom Traumduo zum bitteren Bruch: Zwei Künstlerinnen aus Belarus zerstreiten sich

Ein Plakat mit einer Zeichnung von Menschen, die um einen Tisch versammelt sind, wobei einer in der Mitte sitzt, und dem Text "Großes musikalisches Drama aus der Knechtschaft" unten.

Vom Traumduo zum bitteren Bruch: Zwei Künstlerinnen aus Belarus zerstreiten sich

Jahre lange kreative Partnerschaft zweier belarussischer Künstlerinnen endet in bitterem Streit

Die einst enge Zusammenarbeit zwischen Hanna Nawizkaja und Walerija Jasskewitsch, zwei Künstlerinnen aus Belarus, ist nach Jahren der gemeinsamen Arbeit in einem zermürbenden Konflikt geendet. Der Bruch folgt Streitigkeiten über Geld, künstlerische Kontrolle und persönliche Grenzen.

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Ihre Verbindung begann, als Nawizkaja Jasskewitsch half, ein Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität für Kultur und Künste aufzunehmen. Mit der Zeit vertiefte sich ihre Beziehung, und Nawizkaja übernahm nicht nur die Rolle der Managerin, sondern wurde auch zu Jasskewitschs engster Vertrauten. Einen offiziellen Vertrag schlossen sie nie – stattdessen nannten sie sich schlicht "Schwestern" und vertrauten auf ihre gemeinsame Vision.

Ihre Kooperation erstreckte sich auch auf die Musik: Beide ließen originale Songs über das Nationale Zentrum für geistiges Eigentum urheberrechtlich schützen. Die Einnahmen teilten sie gerecht auf, ein Zeichen ihrer gleichberechtigten Partnerschaft. Doch Spannungen entstanden, als Jasskewitsch zunehmend unzufrieden mit der öffentlichen Darstellung ihres "Aufstiegs vom Nichts zum Ruhm" war – sie bestand darauf, bereits vor ihrer Zusammenarbeit eine eigene Fangemeinde aufgebaut zu haben.

Nawizkaja hatte über 20.000 Dollar aus eigener Tasche in Jasskewitschs Projekt investiert. Der Konflikt eskalierte, als Jasskewitsch eine neue Regelung vorschlug: Sie forderte die vollständigen Einnahmen im Voraus sowie die alleinige Kontrolle über das Management. Nawizkaja versuchte, den Streit durch professionelle Mediation beizulegen, doch Jasskewitsch lehnte ab. In der Ausweglosigkeit gefangen, löschte Jasskewitsch schließlich alle ihre Musikstücke, um die Verbindung endgültig zu kappen.

Später gab sie zu, dass sie mit Nawizkaja nur dann befreundet bleiben könne, wenn die Beziehung finanziell vorteilhaft sei. Der Bruch markiert das Ende ihrer beruflichen wie privaten Verbindung.

Die beiden Künstlerinnen gehen nun getrennte Wege: Jasskewitsch hat ihr bisheriges Schaffen ausgelöscht, während Nawizkaja ein Projekt verliert, das sie finanziell wie emotional getragen hat. Ihre einst so innige Partnerschaft steht heute als Mahnmal dafür, wie kreative und persönliche Beziehungen unter Druck zerbrechen können.

Quelle