07 May 2026, 14:33

Wasserstoffpläne scheitern: Warum Deutschlands Millionenförderung ungenutzt bleibt

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text.

Wasserstoffpläne scheitern: Warum Deutschlands Millionenförderung ungenutzt bleibt

Deutschlands Wasserstoff-Zukunft stockt – trotz großer Pläne und Millionenförderung

Deutschlands Bestrebungen, eine wasserstoffbasierte Zukunft aufzubauen, geraten zunehmend ins Stocken. Trotz ehrgeiziger Pläne und Millioneninvestitionen bleibt ein Großteil der Gelder ungenutzt. Kritiker stellen inzwischen infrage, ob sich die Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur überhaupt auszahlen.

Die Bundesregierung hatte den Aufbau eines Wasserstoff-Kernnetzes priorisiert, das vor allem industrielle Abnehmer bedienen soll. Doch bis 2025 waren von den fast 120 Millionen Euro, die für den Bau von Elektrolyseuren vorgesehen waren, lediglich 4,1 Millionen Euro tatsächlich ausgezahlt worden. Die zögerliche Inanspruchnahme deutet auf eine schwache Nachfrage aus der Wirtschaft hin.

Noch schlechter lief es bei den Fördergeldern für Wasserstofftankstellen. Von den 61 Millionen Euro, die zwischen 2018 und 2025 bereitgestellt wurden, flossen nur 16,3 Millionen Euro in Projekte. Das Programm wurde inzwischen eingestellt – 9 Millionen Euro mussten zurückgegeben werden, weil geplante Vorhaben nicht realisiert wurden. Energieexperten zweifeln mittlerweile daran, dass Wasserstoff jemals eine sinnvolle Lösung für die Wärmeversorgung von Häusern oder den Antrieb von Autos sein wird, angesichts der hohen Produktionskosten.

Auch in Bayern blieb ein großer Teil der Landesmittel für Wasserstoffprojekte ungenutzt. Die Grünen-Politiker Martin Stümpfig und Markus Büchler warfen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vor, öffentliche Gelder mit unwirksamen Förderprogrammen verschwendet zu haben. Gleichzeitig waren bis Ende 2025 erst etwas mehr als die Hälfte der 142 Millionen Euro abgerufen worden, die für Energieforschungszuschüsse vorgesehen waren.

Deutschlands Wasserstoffstrategie setzt nach wie vor stark auf Importe. Ähnlich wie bei der aktuellen Erdgasversorgung wäre das Land auf erhebliche Mengen aus dem Ausland angewiesen, um den Bedarf zu decken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Zahlen offenbaren eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Deutschlands Wasserstoffplänen. Geringe Nachfrage, ausgelaufene Förderprogramme und zurückgezahlte Subventionen erschweren die Energiewende. Selbst wenn das Kernnetz vorankommt, bleiben die Abhängigkeit von Importen und die hohen Kosten zentrale Herausforderungen.

Quelle