04 April 2026, 12:30

Wirtschaftswachstum 2026: Prognose halbiert – Energiepreise und Iran-Krise dämpfen Konjunktur

Schwarzer Hintergrund mit weißer Schrift, die "Prognose vs Vorhersage: Vorhersagen ist eine Frage der Sicherheit, Prognosen eine Frage des Ungewissen." lautet.

Wirtschaftswachstum 2026: Prognose halbiert – Energiepreise und Iran-Krise dämpfen Konjunktur

Deutsche Wirtschaftswissenschaftler senken Wachstumsprognose für 2026 drastisch

Die Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2026 sind von führenden Forschungsinstituten deutlich nach unten korrigiert worden. Die Anpassung folgt auf einen starken Anstieg der Energiepreise, ausgelöst durch die eskalierende Krise im Iran. Experten warnen nun vor höherer Inflation und einer schwächeren Konjunktur als bisher erwartet.

Sechs bedeutende Wirtschaftsforschungsinstitute aus Deutschland und Österreich veröffentlichten ihre Frühjahresprognose und strichen die Wachstumserwartungen deutlich zusammen. Für 2026 wird nun nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,6 Prozent erwartet – statt der bisherigen 1,3 Prozent. Für 2027 rechnen die Ökonomen mit einem Wachstum von 0,9 Prozent, nach zuvor prognostizierten 1,4 Prozent.

Hinter der drastischen Abwärtskorrektur stehen explodierende Energiekosten, nachdem der Iran-Konflikt die globalen Lieferketten gestört hat. Der Ölpreis kletterte auf über 100 US-Dollar pro Barrel, während der Spritpreis in Deutschland die Marke von zwei Euro pro Liter überschritten hat. Die europäischen Gaspreise am TTF-Handelsplatz schnellen auf 63 Euro pro Megawattstunde hoch – mehr als das Doppelte des Vorwochenwerts. Diese Preissprünge trieben die Inflationsprognose für Deutschland auf 2,8 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent für 2027 in die Höhe, deutlich über den früheren Schätzungen.

Wirtschaftswissenschaftler raten von kurzfristigen staatlichen Eingriffen zur Deckelung der Energiepreise ab. Stattdessen empfehlen sie gezielte Sozialmaßnahmen, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten. Besonders hart trifft die Krise Europa, wo die starke Importabhängigkeit Deutschlands die inflationären Druckfaktoren verstärkt.

Die unabhängige Prognose fließt in die offiziellen Konjunkturprognosen der Bundesregierung ein, die am 22. April vorgestellt werden sollen. Die revidierten Zahlen zeichnen ein düsteres Bild: Die Inflation wird voraussichtlich bis 2027 über 2,5 Prozent bleiben. Ohne ausgleichende Maßnahmen könnten finanziell schwache Haushalte besonders belastet werden. Die kommenden Regierungsprognosen dürften sich an diesen Erkenntnissen orientieren und die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen der nächsten Monate prägen.

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