Wolfsangriff in Hamburg-Altona entfacht Debatte über richtiges Handeln
Friederike RuppersbergerWolfsangriff in Hamburg-Altona entfacht Debatte über richtiges Handeln
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über weiteres Vorgehen
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Das Tier biss ihr ins Gesicht, bevor es eingefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht wurde. Nun beraten die Behörden über das weitere Schicksal des Wolfs.
Der Vorfall hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie mit dem Tier umgegangen werden soll. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), argumentierte, dass eine dauerhafte Haltung in Gefangenschaft tierschutzwidrig sei. Er schlug zwei Alternativen vor: entweder die Tötung des Wolfs oder seine Freilassung mit einem Peilsender, um seine Bewegungen zu überwachen.
Dammann-Tamke warnte, dass der Wolf im Falle einer Freilassung bei einem erneuten Angriff getötet werden müsste. Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, als ein Wolf namens Kurti eingeschläfert wurde, nachdem er mit Peilsender Spaziergänger mit Hunden aufgesucht hatte. Seiner Ansicht nach könne das gezielte Entfernen einzelner Wölfe ganze Rudel davon abhalten, sich Menschen zu stark zu nähern.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Politikern. Eine offizielle Zählung der Wölfe in Hamburg und Umgebung gibt es nicht, allerdings wurden bisher 21 gesicherte Sichtungen dokumentiert. Ziel des DJV ist es, Konflikte zwischen Wölfen, Menschen und Nutztieren zu verringern.
Der Wolf befindet sich vorerst in einer vorübergehenden Unterkunft, während die Behörden die Optionen abwägen. Sollte er freigelassen werden, könnte er mit einem Sender ausgestattet werden, um weitere Vorfälle zu verhindern. Der Ausgang des Falls wird richtungsweisend dafür sein, wie künftig mit ähnlichen Fällen umgegangen wird.






