28 March 2026, 18:34

500-Milliarden-Sondervermögen 2025: Schulen gehen leer aus – trotz dringendem Sanierungsbedarf

Eintritt in ein Schulgebäude mit einem Schild, das "Takes Build School Buildings" zeigt, eingerahmt von einem Tor mit Säulen und Geländern, einer Tafel mit Text auf der rechten Seite, Bäumen und einem Gebäude im Hintergrund und einem bewölkten Himmel.

500-Milliarden-Sondervermögen 2025: Schulen gehen leer aus – trotz dringendem Sanierungsbedarf

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hat die Verwendung des 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens im Jahr 2025 scharf kritisiert. Nach Angaben des Verbands flossen kaum Mittel aus den aufgenommenen Krediten in neue Investitionen für Schulen. Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des ifo Instituts bestätigen diese Kritik: Demnach ersetzten die Gelder größtenteils bestehende Ausgaben, statt zusätzliche Projekte zu finanzieren.

Der DPhV verwies auf Artikel 143h des Grundgesetzes, der vorschreibt, dass das Sondervermögen ausschließlich für zusätzliche Investitionen genutzt werden darf. 2025 wurde jedoch kein einziger Euro explizit für Schulen reserviert. Zwar zeigen die verfügbaren Daten, dass 6,5 Milliarden Euro in Kitas und digitale Bildung flossen – doch wie viel davon in Schulsanierungen ging oder welche Regionen Mittel erhielten, bleibt unklar.

Die Bundesländer und Kommunen erhielten ihren Anteil von 100 Milliarden Euro erst im späten Dezember 2025, sodass die meisten Ausgaben des Jahres auf Bundesprojekte beschränkt blieben. Diese konzentrierten sich auf Schienen, Brücken, Krankenhäuser und Breitbandausbau – nicht jedoch auf Schulen. Gleichzeitig kämpfen die Kommunen mit einem Investitionsstau von 67,8 Milliarden Euro allein bei der Schulinfrastruktur.

Die Bundesvorsitzende des DPhV, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, warnte, dass die jüngere Generation die Schuldenlast tragen werde, ohne bessere Schulen vorzufinden. Der Verband fordert, mindestens 60 Milliarden Euro des Sondervermögens für die Sanierung und Modernisierung von Schulgebäuden bereitzustellen. Zudem appelliert er an die Bundesländer, die Bildungsausgaben gemeinsam priorisiert anzugehen.

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Der DigitalPakt 2.0 mit seinen bis 2030 veranschlagten fünf Milliarden Euro deckt nur einen Teil des Bedarfs ab und weist strukturelle Mängel auf. Bisher ist lediglich ein Bruchteil der Mittel in die Bildungsinfrastruktur geflossen – viele Schulen bleiben veraltet und unterfinanziert.

Die Kritik des DPhV offenbart eine Kluft zwischen dem eigentlichen Zweck des Sondervermögens und seiner tatsächlichen Verwendung. Ohne klare Zuweisungen für Schulen im Jahr 2025 und angesichts des gewaltigen Sanierungsstaus pocht der Verband auf rasches Handeln. Andernfalls werde die aufgenommene Schuldenlast nicht zu besseren Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler führen.

Quelle