28 March 2026, 20:34

Immobilienkauf in Deutschland: Warum Wohneigentum immer teurer wird

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von strukturellen Plänen und Text auf Papier.

Immobilienkauf in Deutschland: Warum Wohneigentum immer teurer wird

Immobilienkauf in Deutschland wird immer teurer – durch steigende Steuern, strenge Vorschriften und zusätzliche Kosten. Haus- und Wohnungseigentümer sehen sich mit wachsenden finanziellen Belastungen konfrontiert, von Kaufnebenkosten bis hin zu klimabedingten Investitionen. Gleichzeitig fordern Politiker und Ökonomen eine noch stärkere Besteuerung von Immobilien, was den Druck auf Käufer und Eigentümer weiter erhöht.

Seit dem 1. Januar 2025 hat die Grundsteuer-Reform in Deutschland die Propertytaxen neu geordnet. Das alte System, das 2018 für verfassungswidrig erklärt worden war, basierte auf veralteten Werten – das neue hingegen orientiert sich an aktuellen Bodenpreisen und angepassten Steuersätzen. Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg setzen auf das Flächenmodell, während andere das Bundesmodell anwenden, was zu deutlichen Unterschieden bei den Abgaben führt. Städte wie Hamburg (mit einem Hebesatz von 975 % für die Grundsteuer B) und München (824 %) verlangen die höchsten Sätze, während ländliche Regionen deutlich weniger zahlen.

Neben den Steuern kommen auf Käufer zusätzliche Kosten zu: Maklerprovisionen, Notargebühren und die Grunderwerbsteuer treiben den Kaufpreis um mindestens 10 % in die Höhe. In einigen Bundesländern beträgt die Grunderwerbsteuer allein bis zu 6,5 %. Strenge Bauvorschriften und verpflichtende Klimasanierungen erhöhen die Ausgaben weiter. Viele Eigentümer zahlen am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Kaufpreises, bis die Hypothek abbezahlt ist.

Gleichzeitig bleibt Mieten stark subventioniert, was den Eigentumserwerb im Vergleich noch unattraktiver macht. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), schlägt sogar höhere Steuern vor – darunter Abgaben auf Bodenwertgewinne, selbst wenn diese lediglich der Inflation geschuldet sind. Zudem sind Hypotheken in Deutschland im internationalen Vergleich schwerer zugänglich, was die finanzielle Belastung zusätzlich verschärft.

Die Kombination aus steigenden Steuern, zusätzlichen Gebühren und strengen Regulierungen hat Immobilien in Deutschland deutlich teurer gemacht. Da die Politik Wohnraum zunehmend als Einnahmequelle betrachtet und Reformen die Kosten weiter in die Höhe treiben, stehen Käufer und Eigentümer vor wachsenden finanziellen Herausforderungen. Die Kluft zwischen Mieten und Kauf wird immer größer – für viele bleibt der Traum vom Eigenheim unerreichbar.

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