70 Millionen Produktangebote gelöscht: Deutschlands Shopping-Plattformen räumen gefährliche Waren weg
Friederike Ruppersberger70 Millionen Produktangebote gelöscht: Deutschlands Shopping-Plattformen räumen gefährliche Waren weg
Deutschlands fünf größte Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Die massenhafte Entfernung erfolgte nach einer Überprüfung unsicherer und verbotener Artikel. Verbraucherschützer fordern nun strengere Kontrollen, um zu verhindern, dass gefährliche Waren überhaupt erst online auftauchen.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) wertete Daten aus der EU-weiten Produktentfernungsdatenbank aus. Die Analyse zeigte, dass 30 Millionen der gelöschten Angebote als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft worden waren. Trotz offizieller EU-Warnungen waren viele gefährliche Artikel monate- oder sogar jahrelang erhältlich geblieben.
Der VZBV kritisierte die aktuellen Systeme als unzureichend, da sie schädliche Produkte nicht rechtzeitig blockieren, bevor diese Verbraucher erreichen. Die Abgleiche mit der EU-Datenbank erfolgen weiterhin uneinheitlich, sodass Lücken entstehen, durch die unsichere Waren im Verkauf bleiben. Die Organisation fordert nun automatische Sperren für Artikel, die von Behörden bereits als gefährlich eingestuft wurden.
Angesichts von 70 Millionen gelöschten Angeboten in nur einem Monat bleibt das Ausmaß unsicherer Produkte im Netz besorgniserregend hoch. Die Erkenntnisse des VZBV zeigen Verzögerungen bei der Umsetzung von EU-Warnungen auf. Strengere präventive Maßnahmen könnten die Zahl gefährlicher Artikel verringern, die es bis zu den Käufern schaffen.






