29 April 2026, 16:44

AfD plant 65-Millionen-Brücke in Halle – doch Stadtverwaltung warnt vor Risiken

Eine Betonbogenbrücke, Bixby Creek Bridge, überspannt einen Wasserlauf mit Hügeln und Wolken im Hintergrund.

AfD plant 65-Millionen-Brücke in Halle – doch Stadtverwaltung warnt vor Risiken

Die AfD-Fraktion im Stadtrat von Halle (Saale) schlägt eine grundlegende Neuausrichtung der Verwendung der Bundes-Sondermittel vor. Im Mittelpunkt ihres Plans steht der Bau einer neuen Südbrücke über die Saale für 65 Millionen Euro. Die Partei argumentiert, dass das Projekt langfristige wirtschaftliche Vorteile bringe und Autofahrern jährlich Millionen an Kosten erspare.

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Die geplante Brücke soll Halle-West und Halle-Süd mit zwei Fahrspuren verbinden. Laut AfD würden Privatpersonen dadurch jährlich rund 4,16 Millionen Euro an Sprit- und Fahrzeugkosten sparen. Zudem behaupte die Partei, das Vorhaben generiere einen dauerhaften volkswirtschaftlichen Nutzen von etwa 16 Millionen Euro pro Jahr.

Um die Brücke zu finanzieren, fordert die AfD drastische Kürzungen bei fast allen anderen Investitionsprojekten im aktuellen städtischen Entwurf. Die Sondermittel dürften ihrer Meinung nach nicht für "Wahlgeschenke" verschwendet oder zur Deckung von Haushaltslücken verwendet werden. Stattdessen solle das Geld in Projekte mit klaren wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen fließen.

Umweltbedenken weist die Partei zurück und argumentiert, dass Infrastrukturvorhaben wie die Brücke genehmigt werden könnten, wenn das öffentliche Interesse Vorrang habe. Allerdings warnt René Rebenstorf, Leiter des Bauamts Halle, vor dem Plan. Er rechnet mit langwierigen Rechtsstreitigkeiten, die das Projekt so lange verzögern könnten, bis die Mittel ungenutzt verfallen.

Der AfD-Vorschlag sieht vor, 65 Millionen Euro in die neue Brücke umzuschichten und andere geplante Investitionen stark zu kürzen. Bei einer Umsetzung könnte das Projekt die Fahrtkosten für Autofahrer senken und die lokale Wirtschaft stärken. Doch rechtliche Hürden und Widerstand aus der Stadtverwaltung könnten den Weg noch versperren.

Quelle